Verwendung der Nahrungsmittel im Körper.
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auch mit Arbeitspferden anfing, zeigte es sich, dass sie weniger leisteten,dass sie bald in Sehweiss geriethen, bald müde wurden. Die Pferdehatten offenbar nicht die hinreichende Menge von. stickstoffhaltigenSubstanzen bekommen, denn sie hatten an dem rohen Hafer die stickstoff-haltigen Substanzen leichter ausgenützt als die rohe Stärke und die Cellu-lose: indem sie nun aber die Stärke leichter ausnutzten, war ihnen vondem Gesammtquantum ein guter Theil abgebrochen, sie waren also mit einergeringeren Menge von stickstoffhaltigen Substanzen ernährt worden alsfrüher, und das machte sich an ihrer geringeren Dauerhaftigkeit bemerkbar.
Ebenso hat Voit bei seinen Versuchen bemerkt, dass Hunde,welche er auf verschiedene Weise ernährte, nicht in gleicher WeiseNeigung hatten, sich freiwillig zu bewegen. Diejenigen Hunde, welcheer mit reichlicher stickstoffhaltiger Kost gefüttert hatte, bewegten sichviel mehr freiwillig, waren lebhafter und munterer als diejenigen, beidenen er einen grossen Theil der stickstoffhaltigen Nahrung durch Kohle-hydrate und Fette ersetzt hatte.
Es knüpft sich hieran die Frage: Was hat man von der Lehre dersogenannten Vegetarianer zu halten, welche behaupten, dass der Mensch,um recht gesund zu werden, aufhören müsse, Fleisch zu essen. Man mussda zunächst zweierlei Arten von Vegetarianern unterscheiden, die reinenVegetarianer, die wirklich nur Pflanzenkost zu sich nehmen, und die-jenigen Vegetarianer, die nur kein Fleisch und keine Fleischbrühe neh-men, die aber Käse, Milch u. s. w. gemessen, kurz Alles, was dem Thier-reiche entnommen ist, ohne dass die Thiere geschlachtet wurden. Beider letzteren Art von Vegetarianern, kann man sich schon einige Zeitlang in die Kost geben. Wenn man Milch, Eier, Käse u. s. w. hat, sokann man damit in kurzem Wege eine hinreichende Menge von Stick-stoffsubstanzen in den Organismus einführen. Anders verhält es sich abermit den reinen Vegetarianern. Diesen kann man zu ihren guten Ver-dauungswerkzeugen gratuliren, wenn sie beim Essen von reiner Pflanzen-kost so viel Stickstoffsubstanzen in sich hineinbringen, um sich im Stick-stoffgleichgcwicht zu erhalten. Das ist einfach eine Frage der Quantität,es handelt sich immer darum, ob das betreffende Individuum so vielessen kann, dass es sich im Stickstoffgleichgewicht erhält, und dabeinoch arbeitet. Allgemein möchte ich diesen Vegetarismus nicht em-pfehlen, weil es doch Individuen gibt, welche nicht das hinreichendeQuantum von solchen Nahrungsmitteln bewältigen und ausnützen können,und die deshalb zu Grunde gehen. Es ist erwiesen, dass unter denWohlhabenden unseres Himmelsstriches im Allgemeinen Luxusconsumtionvon Eiweisskörpern herrscht, aber dem Vegetarismus reden weder dieErfahrungen das Wort, welche wir an unserer einheimischen armenBevölkerung machen, noch der physische Entwicklungsgang von Nationen,die wie die Hindu durch locale Anhäufung, zum Theil auch durch reli-giöse Vorurthoile, auf Pflanzenkost angewiesen waren.
Wir haben gesehen, dass wir die Eiweisskörpcr brauchen zum Aufbauunseres Organismus und zu seiner Erhaltung in seiner Masse und in seinerLeistungsfähigkeit. Wir wissen ferner, dass die Eiweisskörper die Haupt-masse derjenigen Apparate ausmachen, mit welchen wir arbeiten, nämlichder Muskeln. Wir haben aber nicht nachweisen können, dass aus denEiweisskörpern bei deren Zersetzung direct Arbeit producirt wird. Dagegen
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