Die Dauer des Kreislaufes.
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meter in Verbindung gesetzt werden kann. Vor dem Gebrauche wird dasInstrument empirisch graduirt, indem man defibrinirtes Blut durch das-selbe hindurchtreibt, und die bei verschiedenen Nadelablenkungen in derZeiteinheit durchgehenden Mengen misst. Hierauf wird es in die Arterieeingesetzt. Das von Chauveaux construirte war seinen Dimensionennach für die Carotis des Pferdes bestimmt, und seine Versuche sind auchan dieser gemacht worden. Es zeigte sich, dass die Nadel die grösste Ab-lenkung erreicht durch die Contraction des Ventrikels, dass dann aber, wenndie Contraction des Ventrikels nachlässt, die Geschwindigkeit plötzlich abfalltund die Nadel unmittelbar vor dem Verschluss der Semilunarklappen ganzoder nahezu auf Null zurückgeht. Das hängt damit zusammen, dass indiesem Augenblicke in der Aorta eine rückläufige Bewegung stattfindet.In dem Augenblicke, in welchem der Ventrikel erschlafft, sollen sich jadie Semilunarklappen schliessen. Die Semilunarklappen liegen aber zudieser Zeit an der Wand der Aorta, und eine Portion Blut liegt zwischenihnen und an der Seite der Klappen, welche dem Ventrikel zugewendetist. Diese Portion Blut muss also nothwendig in den Ventrikel zurück-fallen, denn die Klappen haben ja keine eigene Bewegung, sondern siehaben nur passive Bewegung, indem sie die Bewegung des Blutes mit-machen. Erst wenn diese Portion Blut in den Ventrikel zurückgefallen ist,werden die Klappen sich vollständig geschlossen haben. Nun kann aberdiese Portion Blut nicht in den Ventrikel zurückkehren, ohne dass nichtdie Blutsäule in der Aorta theilweise eine rückläufige Bewegung machte. Esexistirt also im Aortensystemc ein Moment, in welchem das Blut leichtergegen das Herz hin, als gegen die Capillaren hin ausweicht, und das istder Moment, in dem die Geschwindigkeit in der Carotis ganz oder nahe-zu Null wird, die Nadel auf ihren Nullpunkt zurückkehrt. Sind dieKlappen einmal geschlossen, dann weicht, das Blut nicht mehr gegen dasHerz hin aus, die elastische Zusammenziehung der Arterien dauert aberfort, das Blut bekommt also im Arteriensystem jetzt einen zweiten Im-puls, und dieser ist es, welcher den physiologischen, den normalen pulsusdicrotus hervorbringt. Dieser zweite Impuls treibt das Blut wieder fort,die Geschwindigkeit erreicht wieder ein Maximum, das aber unter demersten Maximum steht, und dann sinkt sie wieder bis zum Beginne derneuen Systole. Die Zahlen, welche Chauveaux mit seinem Instrumentegefunden hat, sind folgende: Die Geschwindigkeit im ersten Maximumbeträgt in der Carotis des Pferdes im Mittel 52 Cm., die im zweitenMaximum beträgt im Mittel 22 Cm. und von da sinkt die Geschwindig-keit auf etwa 15 Cm. in der Secunde, um sich dann wieder mit derneuen Systole auf 52 Cm. zu steigern. Durch äussere Umstände wird dieGeschwindigkeit leicht geändert, namentlich bringt das Fressen eine be-deutende Steigerung hervor.
Die Dauer des Kreislaufes.
Eine andere Frage ist die, in welcher Zeit vollendet sich derKreislauf? Wie lange dauert es, dass das Blut, welches von einem Punkteausgeht, wieder an denselben Punkt zurückgelangt ist ? Darüber existirenVersuche von Hering. Er stellte sie an Pferden in der Weise an, dasser in die ein£ Jugularvene einen kleinen Trichter einsetzte, und, indem er
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