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1 (1875)
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Epitlielien und Endothelien.

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nachgelassen, hat, wiederum in ihre ursprüngliche Gleichgewichtslagezurückkehren, die Maschen ihre ursprüngliche Forin annehmen. SolcheNetze von elastischen Fasern kommen nun nicht allein im Pericardiumund im Endocardium, sondern ganz allgemein in den serösen Häuten vor.Da, wo die elastischen Fasern, wie dies im Ligamentum nuchae desKindes und bei den gelben Bändern der Wirbelsäule der Fall ist, incompacter Masse vorkommen, zeichnen sie sich schon durch ihre gelbeFarbe aus. Die Ligamenta flava der Wirbelsäule haben ihren Namendavon, dass sie wegen der Menge von elastischen Fasern gelb gefärbtsind. Keines elastisches Gewebe gibt es übrigens nirgendswo, auch dieLigamenta flava, auch das Ligamentum nuchae des Kindes enthaltenneben den elastischen Fasern einen Anthcil von Bindegewebe, und wirwerden später sehen, dass das Bindegewebe früher da ist, dass dieseGebilde ursprünglich bindegewebig sind, und dass erst später die elastischenFasern darin entstehen.

Bei der Zersetzung mittelst Schwefelsäure gibt das elastischeGewebe Leucin.

Epitlielien und Endothelien.

Sowohl das Pericardium als das Endocardium sind von einemEpithel und zwar von einem einfachen Pflaster- oder Plattenepithel über-zogen. Unter Epithel im Allgemeinen verstehen wir Zellenlagen, welcheirgend eine äussere oder innere Oberfläche überkleiden. Gehört die Aus-kleidung einem inneren Hohlräume an, so bezeichnet man sie auchwohl als Endothel, namentlich wird diese Benennung auf das Epithelangewendet, welches die Gefässe auskleidet, von Anderen auch auf alleEpithelien, welche nicht aus dem sogenannten Homblatte und nicht ausdem sogenannten Schleimblatte des Embryo entstehen. Das Epitheliumder äusseren Haut, dessen oberflächliche Schichten an der atmosphärischenLuft austrocknen, nennen wir Epidermis. Die Epithelien theilen wirwieder ein nach der Gestalt der Zellen, aus denen sie zusammengesetztsind, und zwar unterscheiden wir zwei Hauptformen, sogenannte Pflaster-epithelien und Cylinderepithclien. Die Pflasterepithelicn haben ihrenNamen davon bekommen, dass, wenn man von oben auf sie sieht, sichFelder neben einander zeigen, die in ähnlicher Weise gegen einanderabgegrenzt sind, wie die Steine eines Strassenpflasters. Man nenntPflasterepithelien solche Epithelien, deren Zellen niedrig, flach sind, beidenen die horizontalen Durchmesser den senkrechten übertreffen. Epi-thelien, deren Zellen sehr flach sind, die Form eines dünnen Plättchenshaben, nennt man auch Plattenepithelial.

Diejenigen Epithelien, deren Zellen mehr hoch als breit sind, beidenen also der senkrechte Durchmesser überwiegt, nennen wir Cylinder-epithelien. Man muss nicht voraussetzen, dass in denjenigen Epithelien,die wir Cylindorepithelien nennen, die Zellen immer cylindrisch sind; jaman kann sogar sagen, sie sind niemals cylindrisch. Wenn wir annehmen,dass sie oben und unten gleich breit sind und, wie dies immer der Fallist, gedrängt neben einander stehen, so können sie nicht Cylinder sein,weil sie sich gegenseitig abplatten; es sind Prismen, in der Regelsechseckige. In andern Fällen spitzen sie sich gegen die Basis zu und

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