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1 (1875)
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Polarisation.

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dies bei der Emanationshypothese der Fall war. Wir werden also nichtanstehen, uns zur Undulationstheorie zu bekennen, und das Licht als eineBewegung anzusehen, welche an den kleinsten Theilchen vor sich geht.Da das Licht sich durch Räume, aus denen wir alle ponderabeln Atomeso viel als möglich fortgeschafft haben, noch ungeschwächt fortpflanzt, sosehen wir es an als Bewegung, welche zunächst nicht an den ponderabelnAtomen, sondern an den Aetheratomen vor sich geht.

Polarisation.

Es drängt sich uns jetzt die Frage auf: Wie geht denn diese Be-wegung vor sich? Sie kann so vor sieh gehen, dass die Aethermolekülein derselben Richtung gestossen werden, in der sich das Lieht fortpflanzt:dann würden die Lichtwellen Longitudinalwellen sein, wie es die Schall-wellen sind. Sie kann aber auch so vor sich gehen, dass die Lichtthcilch.cnsich in Ebenen bewegen, die senkrecht auf der Fortpflanzungsrichtungstehen, wie dies bei den Seilwellen und bei den Wasserwellen der Fallist: dann würden die Lichtwellen Transversalwellen sein. Wenn die Licht-wellen Longitudinalwellen wären, also die Theilehcn in der Richtung ge-stossen würden, in welcher sich das Licht fortpflanzt, und ich würde dasLicht von einer spiegelnden Fläche refleotiren lassen, so würde es beider Reflexion, wenn einmal die Fläche gegeben ist, nur auf den Winkelankommen, unter welchem reflectirt wird. Es müsste vollständig gleich-giltig sein, ob ich dabei den Spiegel um die Verlängerung des Strahlesals Axe drehe, denn dadurch würde ja die Relation zwischen den Aether-theilchen und der spiegelnden Fläche durchaus nicht geändert.

Anders verhält sich die Sache, wenn ich mir vorstelle, die Licht-wellen seien Transversalwellen. Dann wird dadurch allerdings etwas inden Relationen geändert. Schwingendann die Theilchen bei schiefer Incidenzparallel der Fläche des Spiegels, und ich drehe dann den Spiegel um denStrahl als Axe um 90°, so schwingen sie so, dass sie auf die Flächedes Spiegels aufstossen. Nun lässt sich in der That zeigen, dass die Lageeiner spiegelnden Fläche in dieser Weise nicht geändert werden kann,ohne dass nicht auch der Vorgang der Reflexion geändert würde. Denken Siesich, Sie hätten eine Glasplatte a 6, die Sie hinten schwarz angestrichen haben,zu keinem andern Zwecke, als damit die Reflexion nur an der vorderenFläche der Glasplatte statt-finde. Denken Sie sich, SieHessen einen Strahl i o untereinem solchen Winkel auf-fallen, dass der gebrocheneStrahl, der sich in der Glas-platte fortpflanzt, auf demreflectirten Strahl o n senk-recht, stünde, so werden Siean letzterem, wenn Sie ihndirect, und mit blossemAuge ansehen, noch nichts Besonderes bemerken. Nun stellen Sie abereinen zweiten schwarzen Spiegel c d parallel mit dem ersten auf undbringen Sie Ihr Auge in die Richtung des reflectirten Strahles np } so