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Newton's Ringe.
Fiff. 7.
die leichtere Kugel a vermöge ihrer Elasticität zurückpriillt. Sic sehenleicht ein, dass die Folge davon ist, dass die beiden Kugeln auseinander-fliegen, und wenn ich sie jetzt gegen einander ver-schiebe, so werden Sic bemerken, dass sie im ent-gegengesetzten Sinne schwingen, wie dies Kg. 7darstellt.
Setzen Sie an die Stelle der Ausdrückeschwerere und leichtere Kugel, die Ausdrückeschworer und leichter ausweichendes Molekül, sohaben Sie den Satz, dass, wenn das leichter aus-weichende Molekül auf das schwerer ausweichendestö'sst, es sofort seine rückgängige Bewegung be-ginnt : wenn dagegen das schwerer ausweichendeMolekül das leichter ausweichende in Bewegungsetzt, so schwingt es noch in seiner ursprünglichen Richtung fort undgeht erst dann wieder zurück. Ehe also der Impuls für die Reflexionbeginnt, geht die Zeit einer halben Schwingungsdauer, die Zeit einer hal-ben Undulation verloren.
Wenden wir nun dies auf unseren Fall an, so denken wir uns,gemäss dem Principe der Undulationstheorie, dass die Theilchen im Glaseschwerer ausweichen, und dass sie in der Luft leichter ausweichen. BeimUebergange in die Luft findet eine Reflexion statt, bei dieser geht dieZeit einer halben Undulation verloren; beim Uebergange aus Luft in Glasist letzteres aber nicht der Fall. Wenn also die Dicke der Luftschichtzwischen beiden Gläsern verschwindend klein gegen eine Wellenlänge ist,so werden die beiden Wellensysteme so aufeinander liegen, dass dieWellenberge des einen auf die Wellenthäler des andern fallen: denn beider einen Reflexion ist eine halbe Undulation verloren gegangen, bei derandern nicht, sie haben also einen Gangunterschicd von einer halbenWellenlänge. Man hat darüber gestritten, ob da, wo die beiden Gläsereinander berühren, wo also factisch keine Luftschichte dazwischen ist, eineReflexion stattfinde, oder ob gar keine Reflexion stattfinde, indem dasLicht unmittelbar aus dem einen Glase in das zweite übergehe. Die Ent-scheidung dieser Frage ist für unser Resultat bedeutungslos, donn wirfinden, dass, wenn auch zwei Reflexionen stattfinden, doch das zweiteWellensystem die Impulse des ersten neutralisirt, dass es also so gut ist,als ob keine stattgefunden hätte. Da, wo das Licht aus der Luft wiederin das Planglas übergehen soll, findet auch wieder eine Reflexion statt,und das hier reflectirte Licht wird theilweise wieder von der Convexlinsereflectirt u. s. f. Alle Reflexionen finden beim Uebergang in das dichtereMedium statt und sind somit gleichartig und zugleich von geraderAnzahl. Es werden bei unendlich kleinen Abständen durch sie keineneuen Gangunterschiede hervorgerufen.
Also da, wo die beiden Gläser unmittelbar aufeinanderliegen, wird'im refiectirten Lichte ein dunkler Fleck erscheinen,
Wir wollen nun annehmen, wir hätten monochromatisches, z. B.rothes Licht. Denken wir uns, wir entfernten uns vom Centrum, undkämen zu einer Stelle e, an welcher der Abstand der beiden Gläser denvierten Theil der Wellenlänge des rothen Lichtes beträgt; so haben wirhier durch die ungleiche Reflexion einen Unterschied von einer halben
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