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1 (1875)
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Das Licht.

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ciplinen der Physik durchführte, es auf Electricität, Magnetismus, Wärme-lehre anwendete und die physikalischen Erscheinungen nach diesem Grund-principe erklärte.

Ich habe gesagt, dass alle Naturerscheinungen auf Bewegungser-scheinungen zurückzuführen sind, indem nur Bewegungserscheinungen,nur Bewegungen als solche, wiederum Bewegungen in unserem Nerven-systeme hervorbringen und auf diesem Wege Vorstellungen erzeugen. Wirhaben schon gesehen, dass die Wärme eine Bewegungserscheinung ist;aber in der Physik haben wir ausser der Wärmolehre noch eine Lehrevom Lichte, von der Electricität, vom Magnetismus u. s. w., wir müssendeshalb sehen, ob auch die Erscheinungen des Lichtes, der Electricität,des Magnetismus und Diamagnetismus, alle als Bewegungserscheinungenaufzufassen sind.

Das Licht.

Machen wir den Anfang mit dem Lichte, so finden wir, dass hierschon zur Zeit Newtons zweierlei Ansichten existirten. Die eine wardie sogenannte Emanationshypothese, der Newton selbst anhing, und nachwelcher das Licht ein feine Materie sein sollte, welche von den leuch-tenden Körpern ausginge, sich gradlinig fortpflanzte, in das Auge ein-dränge, und die Netzhaut dann zur Empfindung des Leuchtenden erregte.Die zweite Ansicht, welche von Newtons Gegner Hooke vertreten wurde,lautet dahin, dass das Licht eine Bewegung sei, dass sich mit den Licht-strahlen nicht Theilchen fortbewegten, sondern eine periodische Bewegungan den Theilchen, dass das Licht in Wellenbewegungen der kleinstenTheilchen bestünde, welche sich nach allen Richtungen hin fortpflanzten,und welche sich endlich auch bis in das Auge hinein erstreckten bis zuden Theilchen der Netzhaut,- und so dieselbe zur Empfindung des Leuchten-den erregten. Bekanntermassen ist es die letztere Ansicht, welche durchdie Arbeiten von Huyghens, Thomas Young und Fresnel zum Siegegelangte.

Ehe wir aber auseinandersetzen können, weshalb sie den Vorzugvor der älteren, der Emanationshypothese, verdient, müssen wir uns mitder Natur der Wellenbewegung im Allgemeinen näher bekannt machen.

Wenn Sie auf ein nicht zu straff gespanntes Seil mit einem Stockeschlagen, so erzielen Sie eine Ausbiegung, und diese pflanzt sich nachder Lange des Seiles fort. Ihr folgt unmittelbar eine Ausbiegung nachder entgegengesetzen Seite, indem die Partie, die zuerst nach rechtshinausgeschlagen worden ist, dann in ihre Gleichgewichtslage zurück-schwingt, durch die Gleichgewichtslage nach links durchschwingt unddann erst wieder in dieselbe zurück geht. Das ist das Bild einer einfachenWellenbewegung, welche sich linear fortpflanzt, und wir nennen solcheWellen auch wohl Seilwellen, weil ihr Schema hergenommen ist von demBilde einer Welle, welche an einem Seile durch Anschlagen erzeugt wor-den ist.

An einer solchen Welle kann ich nun erstens die Wellenlänge unter-scheiden. Die ganze Welle besteht aus Wellenberg und Wellenthal; ichbezeichne deshalb auch als eine ganze Wellenlänge die Länge von Wellen-