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2 (1884) Physiologie der Nerven und der Sinnesorgane und Entwickelungsgeschichte
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351
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Hervorbrechen der Z&kne,

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I den ersten Schneidezahn, VIII den Weisheitszahn bezeichnet. Columnezwei zeigt in arabischen Ziffern den Monat an, in dem der Milchzahn,von der Geburt an gerechnet, hervorbricht. Columne drei zeigt in ara-bischen Ziffern das Lebensjahr an, in dem der bleibende Zahn hervor-bricht.

Z a li n u n g s t a b e 11 e.

Z a 1. n

Erste

Dentitionsperiodein Monaten

Zweite Dentitionsperiodein Jahren

I

79

8 9

II

810

89

III

18 20

lt

IV

13 15

10

V

2325

10

VI

7 8

VII

VIII

12

1 025

Wiederholter Zahnwcchsel ist mehrmals beobachtet worden, zumTheil noch in hohem Alter, aber er ist im Allgemeinen sehr selten.

Entwickelung' der Elemente des Nervensystems.

Bei der Entwickelung der Elomonfe des Nervensystems geht dieUmwandlung von Embryonalzellen in Ganglienkugeln auf eine verhält -nissmässig einfache Weise vor sich. Sie treiben Fortsätze, und diese sinddann eben die Fortsätze der Ganglienkugeln. Anfangs sind alle dieseZellen fortsatzlos. Ueber die Bildung der Nervenfasern weiss man nur,dass sie sämmtlich marklos angelegt werden. Da, wo später markhaltigeNervenfasern entstehen sollen, verlängern sich die Kerne der Embryonal-zellen, und die ganzen Zellen strecken sich in die Länge, so dass manin einem gewissen Stadium täuschend den Anblick hat, als ob man esmit Zügen von glatten Muskelfasern zu thun hätte. Später entstehenhieraus Fasern, in deren Substanz diese Korne noch eingelagert sind,und aus diesen Fasern entstehen dann in nicht näher bekannter Weisedie markhaltigen Fasern mit ihren Axencylindern. Ob diese ganzeBildung dadurch zu Stande kommt, dass Reihen von Zellen, die derLänge nach ausgewachsen sind, mit einander verschmelzen, oder ob siedadurch zu Stande kommt, dass eine einzelne Zelle Sprossen treibt, derSpross wieder seinen eigenen Kern bildet und linear weitere ähnlicheSprossen forttreibt, ist nicht mit Sicherheit bekannt, doch ist Letzteresim Laufe der Zeit, wenn man alle beobachteten Thatsacb.cn zusammen-hält, das wahrscheinlichere geworden. Damit stimmen auch die Erfah-rungen überein, welche man über Regeneration von Nerven gemacht hat.Wenn man ein Stück aus einem Nervenstamme ausgeschnitten hat, so gehendie Nervenfasern des peripherischen Stumpfes zu Grunde, aber vomcentralen sprossen neue, welche weiter und weiter und in das Perineu-rium des peripheren hineinwachsen. Anfangs sind sie marklos, späterwerden sie markhaUig.

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