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Der Knorpel.
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sich später ein Ausführungsgang in demselben gebildet hat, sind nichtsAnderes als das Enchym der Talgdrüsen, die Secretionszellen derselben.Die äussere Partie des Haarbalgs aber mit dem M. arreotor pili, dersich an denselben ansetzt und dann zur Cutis hingeht, sind Bildungen,die aus dem mittleren Keimblatte hervorgehen.
Die ersten Haare, welche das Kind mit auf die Welt bringt, dieFlaumhaare, fallen aus und werden durch neue ersetzt. Beim Haar-wechsel lockert sich die Verbindung zwischen der Papilla pili und demHaare, indem die Keimscbicht abstirbt. Die Papille schwindet, das Haarlockert sich im Haarbalge und fällt aus. Man findet oft Haare nochim Haarbalge stecken, an denen die Papille sammt den succulenten Zellendes Bulbus schon geschwunden ist, und an denen dann die übriggeblie-benen Horngebilde des letzteren eine Gruppe von struppigen Endendarstellen. Gleichzeitig entwickelt sich in demselben Haarbalge einneuer Keim, aus welchem ganz in derselben Weise, wie früher, einneues Haar hervorgeht und in dem alten Haarbalge fortwächst.
Der Knorpel.
Stellen im Embryo, an denen sich Knorpel entwickelt, zeichnensich auf mikroskopischen Schnitten von ihrer Umgebung zunächst dadurchaus, dass sie lichter, durchsichtiger werden. Dabei rücken die einzelnenEmbryonalzellen von einander, und es lagert sich zwischen ihnen eineZwischensubstanz ab, die aber selbst Product der Zellen ist, die durchMetamorphose der eigenen Substanz der Zellen entstanden ist. Dies istdie sogenannte hyaline Zwischensubstanz des Knorpels, nach welcher dergewöhnliche Knorpel „hyaliner Knorpel" genannt wird. Knorpel, beidenen sie in sehr geringer Menge vorhanden ist, so dass der ganzeKnorpel im Durchschnitte, wenn Sie sich die Zellen aus demselben her-ausgefallen denken, wie ein Netz erscheinen würde, hat man auch Netz-knorpel genannt. Als Netzknorpel im eigentlichen Sinne pflegt manindessen eine bestimmte Art sehr biegsamen gelblichen Knorpels zu be-zeichnen, wie er z. B. in der Ohrmuschel des Menschen vorkommt. Hierist die Zwischensubstanz mit zahlreichen und dünnen elastischen Fasernderartig durchzogen, dass dieselben ein dichtes Netzwerk bilden. Nochbestimmter bezeichnet mau diesen Knorpel als Netzfaserknorpcl, auchnennt man ihn -wohl gelben oder elastischen Knorpel. Bisweilen ent-wickelt sich im hyalinen Knorpel die Zwischensubstanz so stark, dassdie ursprünglichen Knorpelzellen ganz vereinzelt in ihr gefunden werden,so dass, wenn man einen Schnitt von solchem Knorpel unter dem Mikro-skope bei starker Vergrösserung ansieht, man oft nur zwei oder dreiKnorpelzellen im Sehfelde hat. Solcher Knorpel kommt aber im mensch-lichen Körper nicht vor, er kommt namentlich bei den Fischen vor.
Die hyaline Zwischensubstauz des Knorpels kann wiederum ver-schiedene seeundäre Veränderungen erleiden, sie kann körnig werdenoder streifig, faserig, so dass es aussieht, als ob sie aus Fasern zusammen-gewebt wäre. . Das aber, was wir gewöhnlich Faserknorpel nennen, isfnicht davon faserig, dass die hyaline Grundsubstanz zerfasert wäre; dersogenannte Faserknorpel ist Bindegewebe, beziehungsweise fibröses Ge-webe, in welches Knorpelzellen einzeln oder in Nestern eingesprengt sind.
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