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2 (1884) Physiologie der Nerven und der Sinnesorgane und Entwickelungsgeschichte
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Same.

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bar einen complicirteren Bau haben, als er an denen des Menschen sicht-bar ist. Dies sind z. B. die Spcrniatozoiden des Salamanders, welche einenlänglichen Körper haben, vorn an demselben ein stachelartiges Gebildemit einer Art Widerhaken und hinten einen sehr langen Schweif, überwelchem man eine Wellenlinie sich bei den Bewegungen des Spermato-zoids fortwährend bewegen sieht. Diese Wellenlinie hat verschiedeneDeutungen erfahren, bis Czermak entschieden nachgewiesen, dass aufdem Schwänzchen dieses Spermatozoids sich eine Art von Flosse befindet,ein platter Saum, der, wie die Rückenflosse eines Fisches, in Wellenformnottirt und dadurch diese wellenförmige Linie hervorruft.

Um die Spermatozoiden in ihrer Entwickelung zu verfolgen, müssenwir zu den Samencanälchen des Hodens zurückgehen. Diese münden be-kanntlich in das sogenannte Bete vasculosum Halleri, aus diesem gehendie Vasculi efferentes hervor. Diese bilden die Coni vasculosi des Neben-hodens und aus diesen setzt sich wieder der Canal des Nebenhodens zu-

Fig. 77.

Fig. 78.

sammen, der nach zahlreichen Windungen in das Vas deferens übergeht.Die Bildungsstätte der Spermatozoiden sind die Samencanälchen selbst.Die Spermatozoiden müssen also, che sie zum Vas deferens und denSamenblascn hin gelangen können, den vorher beschriebenen Weg zurück-legen. Die Samencanälchen haben eine bindegewebige Membran, die, wiedie Untersuchungen von Ludwig gezeigt haben, unmittelbar von Lympheumspült ist, so dass man die interstitiellen Gcwcbsräume um die Hoden-canälchcn herum direct von den Lymphgefässen des Hodens aus injicirenkann. Ausserdem werden sie von zahlreichen Blutcapillaren umsponnen,und in ihrem Innern sind sie mit einem Epithel ausgekleidet, in demman nach den Untersuchungen von v. Ebner und von Neumann zweiArten von Zollen unterscheiden muss. Die einen sind mit einer soge-nannten Fussplatte, in der auch zugleich der Kern liegt, auf der Mem-brana propria des Samencanälchens befestigt. Sic haben einen in axi-petaler Richtung schlank aufstrebenden Zellenleib, der sich im Laufe derEntwickelung an seinem oberen Ende in eine Reihe von Lappen theilt,

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