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Gehör.
durch den Widerstand fester Tb eile gegebener Ruhepunkt. Wenn aber dieRöhre oft'en ist, so sind die grössten Ausweichungen der Moleküle anbeiden Enden und das Minimum der Ausweichung der Moleküle ist inder Mitte. Es entsteht also in der Mitte ein Knoten und die Schwin-gungen in der Köhre sinddurch die nebenbezeichneteFigur 64 dargestellt. Die Re-flexion geht in verschiedenerWeise vor sich, je nachdemein leichter ausweichendes Molekül auf ein schwerer ausweichendes, oderein schwerer ausweichendes auf ein leichter ausweichendes Molekül stösst.Im letzteren Falle wird das Molekül fortgestossen, und erst wenn es zu-rückkommt, beginnt auch die rückgängige Bewegung in der Röhre. Dar-über ist die Zeit einer halben Schwingungsdauer vergangen. Die luftschwingt an beiden Enden isochron von aussen nach innen und von innennach aussen, während sich in der Mitte ein Querschnitt befindet, in demsie in Ruhe ist, indem sie nur abwechselnd verdichtet und verdünnt wird.So hat jeder Hohlkörper einen Ton, durch den die Luft in ihm in diestärksten und einfachsten Schwingungen versetzt wird, und man bedientsich deshalb nach Helmholtz' Vorgange solcher Hohlkörper, namentlichkugelförmiger, unter dem Namen der Resonatoren, um einen bestimmtenTon, den Eigenton des Resonators, zu verstärken. Figur 65 zeigt einensolchen Resonator, der einerseits dazu dient, eine auf seinen Tön abge-stimmte Stimmgabel, die man über seine Oeffnung hält, stärker hörbarzu machen, andererseits aber auch mit seinem verjüngten Ende ins Ohrgesetzt wird, um seinen Eigenton in einer Klangmasse zu verstärken unddadurch kenntlich zu machen.
Wir haben gesehen, dass, wenn Impulse, die unser Ohr treffen,in unregelmässiger Reihenfolge aufeinander folgen, ein Geräusch entsteht,
dass aber, wenn dieselben regelmässig, perio-disch aufeinander folgen, ein Ton entsteht.Wir haben ferner gesehen, dass die Töneverschieden sind durch ihre Höhe und durchihre Stärke. Wir unterscheiden aber nocheine andere Verschiedenheit an den Tönen,die sich auf die Qualität derselben bezieht.Wir können z. B. den Ton einer Geige nichtmit dem Tone einer Flöte verwechseln, undwir können auch die Töne von verschiedenenMenschenstimmen mit Leichtigkeit von ein-ander unterscheiden. Worin kann diese qua-litative Verschiedenheit der Töne liegen? Inder Wellenlänge kann sie nicht liegen, vonder hängt die Höhe der Töne ab, in derAmplitude kann sie nicht liegen, von der hängt die Stärke derselben ab:es bleibt also nichts übrig, als dass diese Verschiedenheit von der Formder Schwingung abhängt. Wenn Sie die Luft durch eine über einenResonator gehaltene Stimmgabel in Schwingungen versetzen, so schwingendie einzelnen Moleküle nach den Pendelgesetzen. Die Schwingungen könnendurch die Sinuscurve dargestellt werden. Diese erhält man dadurch, dass