Horopter.
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Fig. es.
hoch über dem Fixationspunkte oder gleich tief unter ihm. Alle Punktedieser Linie müssen somit von beiden Augen an einem und demselbenOrte und somit einfach gesehen werden.
Nun haben aber die Untersuchungen von Helmholtz und vonHering gezeigt, dass dieser Horopter nur für einen speciellen Fall gilt.Diesen Fall müssen wir jetzt näher defmiren. Es gibt für jedes Augeeine Lage, welche man die Primärlage nennt. An diese Lage knüpftsich ein wichtiges Gesetz über dieAugenbewegungen, das von Listingaufgestellt wurde und nach ihm dasListing'sehe Gesetz genannt wird. DiesesGesetz sagt uns, dass, wenn ein Augesich in der Primärlagc befindet undin irgend eine andere Lage übergeht,es sich jedesmal um eine Axe dreht,welche auf einer Ebene senkrecht steht,die der alten Gesichtslinie und derneuen Gesiehtslinic gemeinschaftliehist, in der sowohl die alte als dieneue Gesiehtslinic liegt. Diese Primär-lage des Auges lässt sich ermitteln,indem man auf einem Brettchen A Bein zweites Holzstüek in der Weisebefestigt, wie es Figur 62 nach Helm-holtz zeigt. Bei A wird auf beidenSeiten Siegellack aufgeträufelt, in das man, wenn es zu erhärten beginnt,die Zähne hineinbeisst, damit das Brettchen ein- für allemal dieselbeLage gegen den Kopf des Beobachters behält. Nun bringt man an demaufrechtstehenden Holzstücke den verschiebbaren Papierstreifen CO, an,der, je nachdem man kurzsichtig oder weitsichtig ist, näher oder weitervom Auge entfernt und hinreichend starr, aus Kartenpapier geschnittensein muss. Dann blickt man nach einem entfernten Punkte und lässt dieDoppelbilder dieses Papierstreifens so übereinander fallen, dass sie sichmit ihren Enden decken. Dann schneidet man so lange ab, bis die Endender Bilder sich gerade berühren und somit die Länge des Papierstreifensgerade der Entfernung der Drehpunkte der beiden Augen von einandergleich ist. Jetzt ist das Instrument zugerichtet und man kann darangehen,die Primärstelluung für die Augen aufzusuchen. Zu dem Ende befestigtman an einer entfernten Tapetenwand, an der horizontale und vertikaleLinien kenntlich sein müssen, einen lebhaft gefärbten horizontalen Streifen,z. B. ein lebhaft gefärbtes Band, und blickt mit dem einen Auge an derSpitze C, vorbei, indem man zugleich das Band so lange fixirt, dass einNachbild entstehen muss. Nun lässt man das Auge nach aufwärts undnach abwärts blicken: es muss dann das Nachbild horizontal bleiben, undwenn man horizontal nach rechts oder nach links blickt, so muss manwieder ein horizontales Nachbild erhalten. Man verschiebt den Streifen CO,so lange, bis dies erreicht ist, und nun ist die Primärstellung für das eineAuge gefunden und fixirt durch den Ort des Auges und den Ort von C„durch den die Gesichtslinie in der Primärstellung hindurchgeht. In ana-loger Weise bestimmt man die Primärstellung des anderen Auges. Wenn