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2 (1884) Physiologie der Nerven und der Sinnesorgane und Entwickelungsgeschichte
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würden in noch viel ausgedehnterem Gebrauelle sein, wenn sie nicht durchihre Schwere in hohem Grade unbequem wären.

Das diametrale Gegenthcil des kurzsichtigen Auges ist das vonDonders so benannte hypcrmetropisehe. Dies charakterisirt sich dadurch,dass das Auge im Zustande der Ruhe weder für eine endliche, noch fürdie unendliche Ferne eingestellt ist, dass es im Zustande der Kühe nurRnnver girende Strahlen zur Vereinigung bringt. Bei den geringeren Gradenvon Hypermetropie wird dies gar nicht bemerkt. Die Hypermetropenkönnen ihr Auge im Zustande der Buhe niemals gebrauchen, sie sindimmer darauf angewiesen zu aecommodiren, auch für die unendliche Ferne,sie verlernen es vollständig, ihre Accommodation zu entspannen. Wennman ihnen ein schwaches Convexglas gibt, so sehen sie deshalb meistensdurch dasselbe in der Ferne nicht besser als mit blossen Augen. Es gibt

Fig. 47.10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 05 70 75 80

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aber ein Mittel, um zu zeigen, dass bei ihnen das Auge im Zustande derEuhe wirklich für convergirende Strahlen eingestellt ist. Man entspanntden Accommodationsapparat künstlich, indem man ihn durch Einträufelnvon Atropin in das Auge lähmt.

Figur 47 zeigt nach Donders die Sehweiten des in geringem Gradehypermetropisehen Auges. Der Fernpunkt liegt in der Jugend in unend-licher Ferne. Dabei ist aber schon die Accommodation wirksam. BeiAtropineinträufelung ist der Fernpunkt auf fast 12 Zoll zurückgegangen(siehe die punktirtc Linie), das heisst es würden jetzt Strahlen zur Ver-einigung kommen, welche so zum Auge gelangen, dass sie, wenn sie nichtin die optischen Medien des Auges hineingingen, sondern in der Luftfortschritten, sich 12 Zoll hinter dem Auge vereinigen würden. Da inder Jugend die Accommodalionsbreite gross ist, so merkt ein solches Indi-viduum, das nur in geringem Grade hypermetropisch ist, von seinem