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Accommodation.
mcn, so muss die Folge davon sein, dass die Scleroticalsphäre sieh mehrder Kugelform annähert. Allerdings könnte dies nichts helfen bei denhochgradig kurzsichtigen Augen. In den Fällen von hochgradiger, ange-borner Kurzsichtigkeit, wo das Auge eine ungewöhnliche Tiefe hat unddie Sclcrotica sich der Gestalt eines Ellipsoids annähert, das durch Um-drehung einer Ellipse um ihre grosse Axe entstanden ist, da müsste dasgerade Gegentheil nach derselben Betrachtungsweise stattfinden. Nunweiss man aber andererseits, dass gerade bei diesen Augen sich mit derZeit der hinterste Theil der Sclerotica kuppeiförmig nach hinten aus-baucht und so der Zustand bedingt wird, welchen man mit dem Namendes Staphyloma posticum bezeichnet. Man weiss weiter, dass durchAccommodationsanstrengungen oder, vorsichtiger gesprochen, dass durch diedauernde Fixation naher Gegenstände die Entwickelung dieses sogenanntenStaphyloma posticum befördert wird, und das ist dahin gedeutet worden,dass bei der Accommodation in die Nähe die Retina nach hinten auszu-weichen suche, kann aber auch erklärt werden durch die Annahme, dassdie stärkere Convergenz der Gosichtslinien Bedingungen mit sich führe,welche zur Entwickelung des Staphyloma posticum Veranlassung geben.Dies sind die Gründe, welche sich für und gegen die Accommodation durchZurückweichen der Retina anführen lassen. Ich muss hinzufügen, dassDonders nach seiner Erfahrung den Rest von wahrer Accommodation,der so erklärt werden soll, gänzlich leugnet, das heisst, er leugnet, dassdas Auge, nachdem die Linse entfernt worden ist, noch willkürlichund wechselnd verschieden entfernte Gegenstände verschieden deutlichschon könne.
Es fragt sich nun weiter: Gibt es in der That keine Accommoda-tion für die Ferne? Durch den Volkmann'sehen Versuch haben sich nichtAlle vollständig befriedigt erklärt. Namentlich Kurzsichtige sagen, dasssie auf kurze Zeit in die Ferne deutlicher sehen können als gewöhnlich,nur müssen sie dabei eine Anstrengung machen, die sie auf die Dauernicht fortzusetzen vermögen. Wenn man nun beachtet, was die Kurz-sichtigen thun, wenn sie in die Ferne sehen wollen, so wird man be-merken, dass sie den Orbicularis palpebrarum zusammenziehen, dabei aberdurch den Levator palpebrac superioris die Lidspalte offen erhalten, sodass sie eine verkleinerte Lidspaltc haben, und mit dem Orbicularis pal-pebrarum einen Druck auf die Cornea ausüben. Es scheint, dass sie aufdiese Weise durch momentane Abflachung der Cornea, vielleicht auchdadurch, dass sie auf der Oberfläche derselben einen Flüssigkeitsmeniscuszu Stande bringen, ihr Auge für kurze Zeit für eine grössere Entfernungeinstellen. Es ist dies aber jedenfalls ein Act, der mit der inneren Accom-modation, wie wir sie behufs der Einstellung des Auges für die Nähekennen gelernt haben, nicht verglichen werden kann.
Mängel des dioptrischen Apparates.
Chroiuasie.
Bis jetzt haben wir immer angenommen, dass das Auge, wenn eseinmal genau eingestellt ist, alle Strahlen, welche von einem deutlich