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Sehweite und Accommodation.
im Durchmesser. Fragt man aber den erfahrensten Förster, wie grossder Schwinkel sei, unter dem er diesen Baumstamm sieht, so wird ernicht im Stande sein, darüber auch nur die geringste Auskunft zu geben.Hicmit hängt es zusammen, dass auch die wirkliche Grösse der Din^eüberschätzt oder unterschätzt wird, je nachdem man die Entfernung, inwelcher sich die Gegenstände befinden, überschätzt oder unterschätzt.Nordländer, die in den Alpen reisen, unterschätzen anfangs alle Ent-fernungen. Es hängt das mit der grösseren Durchsichtigkeit der Luftzusammen. Man kann nicht selten bemerken, dass sie mit der Grösseder Entfernung auch im hohen Grade die Dimensionen der Gegenständeunterschätzen. Ich habe einmal an einem unserer Gebirgsseen zwei Eei-sende darüber streiten hören, was denn der rothe Fleck am andern Uferdes Sees sei. Der Eine meinte, es sei ein rothes Tuch. Der Anderemeinte, es sei ein Zeichen von rothangestrichenen Brettern, das sich dieFischer gemacht hätten. In Wahrheit aber war dieser rothe Fleck nichtsAnderes als ein Lager von rothem Gestein mit einem quadratischen, zuTage liegenden Querschnitte, der vielleicht das Zwanzigfachc von demAreale hatte, welches ihm der Beisende zuschrieb, indem er es mit einemrothen Tuche verglich.
Seinveite und Accommodation.
Wir haben jetzt das Auge immer so betrachtet, als ob es für dieunendliche Ferne eingestellt wäre, denn wir haben die hintere Brenn-punktsebene in die Netzhaut selbst verlegt. Da wir nun aber nähereGegenstände willkürlich deutlich sehen und dann wieder deutlich fernereGegenstände, so ist es klar, dass wir unser Auge für verschiedene Ent-fernungen einstellen können. Es fragt sich nun zunächst, ist das Augeim Zustande der Buhe für den fernsten Punkt eingestellt, für welchenes sich überhaupt einstellen kann, oder für einen nähern ?
Fig.
a~ _t-~- b
Was geschieht, wenn ein Gegenstand dem Auge so nahe gerücktwird, dass die Strahlen nicht mehr auf der Netzhaut, sondern hinterder Netzhaut zur Vereinigung kommen, wie z. B. die Strahlen, welche inFigur 38 von b ausgehen und sich in b, vereinigen, während die Strahlen,die von a ausgehen, sich in a, auf der Netzhaut vereinigen ? Hier gehidie Netzhaut, durch einen Lichtkegel und der Durchschnitt dieses Licht-kegels wird auf der Netzhaut als eine Scheibe erscheinen. Diese be-zeichnen wir mit dem Namen des Zerstreuungskreises. Wenn wir