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Vagus und Accessorius.
bringt nicht Erbrechen hervor, wie die Reizung der Gaunienbögen unddes Schlundes. Es lässt sich aber nicht in Abrede stellen, dass durchSummirung der Beize auch vom Magen aus Erbrechen ausgelöst werdenkann. "Dies geschieht aber nur bei Menschen, die zum Erbrechen geneigtsind. Diese machen nicht selten die Erfahrung, dass, wenn sie etwasschwer Verdauliches genossen haben, sie dieses eine oder mehrere Stundenbei sich behalten, dass aber dann plötzlich Breehbcwogungen eintreten,die so lange andauern, bis der Mageninhalt entleert ist.
Ein anderes wichtiges Beftexgebiet hat der Vagus in den fiespira-tionswegen. Zuerst bewirkt er Verschluss der Stimmritze, und zwar durchden Laryngeus superior. Wenn man die obere Seite der Stimmbänderberührt, so tritt in Folge davon sofort Verschluss der Stimmritze ein. So-bald man aber etwas tiefer kommt und in die sogenannte Glottis respira-toria, den Baum zwischen den Giessbeckenknorpeln, und etwa eine Linienach abwärts eindringt, so tritt Husten als Berlexbewcgung ein. Es ver-schliesst sich nicht nur die Stimmritze, sondern es treten auch krampf-hafte Exspirationsbowegungen ein, die den Verschluss der Stimmritzestossweise durchbrechen. Es ist leicht einzusehen, dass .diese Anordnungder Beflexe vollkommen den Zwecken für die Erhaltung des Organismusentspricht. So lange ein fremder Körper über den Stimmbändern liegtund die Oberfläche derselben berührt, schliesscn sich die Stimmbänder,um ihn nicht eindringen zu lassen. Wenn er aber die Stimmritze passirthat, dann treten plötzliche Exspirationsbewogungen, Husten ein, vermögewelcher der fremde Körper womöglich herausgeworfen wird. Besondersempfindlich zeigt sich die Eossa interarytacnoidea. Der Kehlkopf ist abernicht das einzige Gebiet, von dem aus Husten als Beflexbewegung aus-gelöst wird. Nach Versuchen an Hunden wird er auch durch Berührungder Bifurcationsstelle der Bronchien prompt ausgelöst. Endlich wird Hustendurch Summirung der Beize von der ganzen Bronchialschleimhaut aus-gelöst. Daher rührt es, dass, wenn ein fremder Körper in den Bronchiensteckt, nicht permanente, sondern periodische Hustenanfälle hervorgerufenwerden. Ebenso finden darin die periodischen Hustenanfälle, die bei An-sammlung von Schleim, Eiter u. s. w. auftreten, ihre Erklärung. Kohlsgelang es, auch durch Beizung der Pleura costalis Husten hervorzurufen.Der Weg der Uebertragung ist hier noch unerniittelt.
Der Husten kann ausserdem noch von der Wurzel der Zunge aus-gelöst werden. An der Wurzel der Zunge befinden sich zu beiden Seitenunter dem Kehldeckel zwei kleine Gruben. Wenn in diese beim EssenSpeisen hineingehangen, so geschieht es nicht selten, dass ziemlieh heftigeHustenanfälle darauf erfolgen. Das rührt daher, dass dort ein kleiner Astdes N. laryngeus superior sich verbreitet. Eine andere Stelle, von derHusten ausgelöst werden kann, ist, wie schon erwiihnt, der tiefste Tkeildes äusseren Gehörganges, in dem sich der Bamus auricularis nervi vagiverbreitet.
Es fragt sich, ob auch vom Magen Husten ausgelöst werden kann.Die directen Versuche, die man mit Beizung der Magenschleimhaut an-stellte, haben negative Besultate ergeben. Auch Ueberladung des Magens,Hineingelangen grösserer fester Körper in denselben u. s. w. gaben anund für sich keine Veranlassung zum Husten. Nichtsdestoweniger nahmendie alten Aerzte einen sogenannten Magenhusten an, und es fragt sich.