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Nervus trigeminus.
zum Rectus externus gelangt. Dieser ist dann von zweierlei Nerven in-ncrvirt, erstens vom Abducens, dann von motorischen Fasern, die ihmaus der Regio ciliospinalis des Rückenmarks zukommen. Worden dieletzteren mit dem Halstheile des Sympathicus durchschnitten, so hat derRectus externus einen Thcil seiner Innervation verloren, er wird alsoseinem Antagonisten, dem Rectus internus gegenüber nachgeben, und dieFolge davon wird das Schielen des Auges nach innen sein.
Die Lähmung des Abducens zeigt sich dadurch, dass das Auge nachinnen schielt, aber im Uebrigen beweglich ist, so dass das Schielen nichtvon einer Contractu!- des Rectus internus herrühren kann.
Nervus trigeminus.
Der Nervus trigeminus ist ein gemischter Nerv und entspringt miteiner stärkeren sensiblen und einer schwächeren motorischen Wurzel. Diemotorische Wurzel entspricht einer vorderen, die sensible einer hinterenRückenmarkswurzel. Demgemäss nimmt nur die sensible Wurzel an derEildung des Wurzelganglion dieses Nerven, das Ganglion semilunare Gas-scri, Thcil. Die motorische Wurzel geht an demselben vorbei, ohne sichan dessen Bildung zu betheiligen. Diese letztere entspringt aus einem Kern,der jederseits unter dem oberen Theile des Bodens des vierten Ventrikelshingestreckt ist und sich nach aufwärts bis zu der Region erstreckt, inwelcher der Ventrikel schon von der Valvula cerebelli überdacht ist. Hier,wo sich der Ventrikel verschmälert, liegt der Kern dann nicht sowohlnach unten, als vielmehr nach aussen und unten von ihm. Das Gebiet,über welches sieh diese Ursprünge der sensiblen Wurzel zu verbreitenscheinen, ist ein sehr ausgedehntes, und das liegt in der Natur der Sache.
Man muss bedenken, dass der Trigeminus, als sensibler Nerv, nichtnur seiner motorischen Portion entspricht, sondern ausserdem den Augen-muskelncrvcn, die wir bereits kennen gelernt haben, und auch dem Nervusfacialis und einem Theil des Hypoglossus. Mcyncrt unterscheidet vierArten von Ursprüngen des sensiblen Trigeminus, einen aus einem Kerneder latcralwärts vom Kerne des motorischen Trigeminus liegt, einen imKleinhirn, eine aufsteigende Wurzel, welche mit dem Hinterstrang desRückenmarks zusammenhängt, und absteigende Wurzeln, welche thcilsaus den Vierhügcln, theils aus der Substantia ferruginea hervorgehen,thcils noch nicht ganz bis zu ihren Anfängen verfolgt sind.
Wir wollen mit der Physiologie der vorderen Wurzel beginnen. Diemotorische Wurzel des Trigeminus versorgt vor Allem die Kaumuskeln,den Temporaiis, den Masseter, den Pterygoidcus internus, den Ptery-goideus externus, aber nicht den Buccinator, obgleich dieser ein Hilfs-muskel beim Kauen ist. Der Buccinator ist insofern ein solcher, als erdurch seine Contraction den Theil der Speisen, welcher in die Backen-taschen hineingelangt ist, zwischen die Mahlzähne zurückdrängt. DerBuccinator wird vom Nervus facialis innervirt. Perner gibt die motorischePortion des Trigeminus einen Ast ab, der durch das Ganglion oticumhindurch und zum Musculus mallci internus seu tensor tympani geht.Dann versorgt sie einen Muskel des weichen Gaumens, d. h. einen Muskel,der zwar nicht im weichen Gaumen liegt, aber mit zur Bewegung des-selben dient, den Musculus tensor palati mollis. Endlich gibt sie Aestc ab