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Gehirn.
sind, auch das kleine Gehirn ist bereits mehr entwickelt. Beim Huhnereichen die Hemisphären des grossen Gehirns schon bis an das kleineGehirn und bedecken theilweise das Corpus quadrigeminum. Beim Hundegeschieht dies vollständig. Das Corpus quadrigeminum ist hier bereits einverhältnissmässig kleines, in der Tiefe verborgenes Gebilde. Aber dieHemisphären des grossen Gehirns und kleines Gehirn liegen hier nochhintereinander, so dass sie in der Scheitelansicht des Hirns beide gleich-zeitig gesehen werden. Beim Menschen endlich haben die Hemisphärendes grossen Gehirns auch das Kleinhirn vollständig überwachsen, so dassman in der Scheitelansicht nur sie und nichts mehr vom Kleinhirne sieht.Mit diesen Verhältnissen hängen, wie Meynert gezeigt hat, ge-wisse andere Eigenthümliehkeiten des Säugethiergehirns gegenüber demMenschengehirne zusammen. Bekanntlich unterscheidet man an der Masseder Grosshirnschenkel eine obere Partie, welche in directer Verbindungmit den Sehhügeln und den Vierhügeln, dem Meseneephalon, steht, und dieman mit dem Namen der Haube des Grosshirnschenkels bezeichnet, undeine untere Partie von Fasern, welche darunter weggeht und sich in dieHemisphären des grossen Gehirns ausbreitet. Man bezeichnet sie mit demNamen des Fusses der Grosshirnschenkel. Je grösser die Hemisphärenim Vergleiche zu den Corpora quadrigemina sind, um so grösser mussauch die Masse des Fusses des Hirnschenkels gegenüber der Haube aus-fallen, und daher kommen die verschiedenartigen Querschnitte, welchehier das Menschengehirn und das Gehirn von Säugethieren, namentlichniedrig stehenden, zeigt. Macht man durch ein Mensehengehirn in derHöhe der Vierhügel einen Durchschnitt und einen eben solchen bei einem
Fig. 12.
Fig. 18.
Fig. 14.
Fig. 15.
Säugethiere, so findet man beim Vergleiche dieser Durchschnitte, dassbeim Menschen die Masse des Fusses über die der Haube prävalirt, wäh-rend beim Säugethiere das Umgekehrte stattfindet.
Figur 12 zeigt einen Durchschnitt durch die hinteren zwei Hügelvom erwachsenen Menschen nach Meynert, pp stellt darin die Massedes Fusses der Grosshirnschenkel dar, begrenzt nach oben durch dieSubstantia- nigra. Figur 13 zeigt einen analogen Schnitt von Cercopi-thecus griseo-viridis, Figur 14 einen solchen vom Haushunde, Figur 15einen solchen vom Meerschweinchen. An diesen, den Gehirnen vonThiercn entnommenen Durchschnitten ist die Region, welche Meynertals Analogon der Substantia nigra des Mensehen betrachtet, gleichfall?durch Punktirung kenntlich gemacht.
Wenn wir die Brücke betrachten, so sehen wir den Fuss desHirnschenkels in dieselbe eingehen. Die Entwickelung der Brücke istalso auch wesentlich von der Entwickelung des Fusses des Gehirn-