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Motorische Nerven.
Zuckung immer durch das Entstellen des Katclcctrotonus und durch dasVergelten des Aneleetvotonus entstellt, dass aber das Vergehen des KäTelcctrotonus und das Entstehen des Anelectrotonus keine Zuckung hervor-rufen. Mit anderen Worten, da, wo plötzlich die Erregbarkeit erhöht wird,tritt Zuckung ein, wenn dieser Zustand wieder aufhört und zur Normzurückkehrt, macht das keine Zuckung. Wenn eine Depression eintritt,so ist das an und für sich keine Ursache zu einer Zuckung, wenn aberdieser Zustand der Depression aufhört, wenn die Moleküle gegen ihrenormale Lage zurückfallen, so verursacht dies Zuckung. Die Tbatsachenstellen sich nun folgendermassen. Wenn ich mit den kleinsten Strom-stärken anfange, so bekomme ich anfangs überhaupt keine Zuckung, weildie Erregung erst ein gewisses Maass erreichen muss, che sie eineZuckung auslösen kann. Ist diese Grenze einmal mit wachsender Strom-stärke erreicht, so erhalte ich zunächst nur eine Schliessungszuck nng,gleichviel ob ich den Strom aufsteigend oder absteigend hindurch leite.Dieses Anfangen mit sehr schwachen Strömen und dieses Oraduircn derStröme, wie es Pflüger bei seinen Untersuchungen durchgeführt hat.wurde ihm möglich durch eine Erfindung von du Bois, durch die Er-findung dos Rhoochords.
Wenn man die Leitung, welche von einer Kette ausgeht, in zweiTheile thoilt, von denen der eine durch den Nerven und der andere durcheinen andern Leiter geschlossen werden kann, so kann man den Strom-antheil, der durch den Nerven hindurchgeht, beliebig klein machen da-durch, dass man mit einem guten Leiter schliesst. Man kann mit einemso guten Leiter schlicssen, dass ein kaum merklicher Stromanthcil durchden Nerven hindurchgeht. Je mehr Widerstände man aber in die Neben-schlicssung einschaltet, um so grösser wird der Stromanthcil, der durch denNerven geht. Das Rhoochord von du Bois beruht nun darauf, dass dieNcbenschlicssung zunächst in einer Reihe von massiven Motallstückeiibesteht, welche einerseits durch metallene Zapfen mit einander in Ver-bindung stehen, andererseits aber auch noch durch mehr oder wenigerlange Schlingen von dünnem Draht miteinander verbunden sind. So langedie Zapfen stecken, geht der Strom durch diese hindurch, und der Leitungs-widerstand in der Ncbenschlicssung ist ein sehr geringer. Wenn ich abereinen Zapfen ausziehe und dadurch die Verbindung unterbreche, welcheer zwischen zwei benachbarten Metallstücken herstellte, so zwinge ichnun den Strom, von dem einen derselben zum andern durch die Schlingevon dünnem Draht hindurchzugehen, welche einen viel grösseren "N ider-stand darbietet. So kann ich also, indem ich die Zapfen einen nach demandern ausziehe, den Widerstand in der Nebenschliessung und damit denStromantheil, der durch den Nerven geht, stufenweise vergrössern. Umdie Stromstärke noch feiner und ganz allmälig abstufen zu können,sind die beiden Branchen der ersten Drahtschlingc durch eine verschieb-bare metallische Brücke mit einander verbunden, so dass man also dieStrecke, welche der Strom in ihr durchlaufen muss, ganz nach Gut-dünken verändern kann.
Die ersten Ströme, die überhaupt Zuckungen erregen, rufen also,wie gesagt, immer nur Schliessungszuckungen hervor,' ob der Strom auf-steigend oder absteigend durch den Nerven liindurchgcschickt wird. Dasheisst nichts Anderes, als dass das Entstehen des Katelcctrotonus geeignete