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2 (1884) Physiologie der Nerven und der Sinnesorgane und Entwickelungsgeschichte
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Motorische Nerven.

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Anelectrotonus

-b-^-

Katelectrotonus

absteigend fliesst. Dann befindet sich die Strecke nach dem Muskel zuim Katelectrotonus und die Strecke weiter aufwärts am Nerven im An-electrotonus. Wenn man nun die Strecke in der Nähe des Muskels unter-geht, so findet

man sie bei seh wa- Fig. c.

eben und stärke-ren electrotonisi-renden Strömenim Zustande derhöheren Erreg-barkeit. Unter-sucht man die an-dere Strecke, dieim Anelectroto-nus befindliche,

so findet man sie durchweg im Zustande der erniedrigten Erregbarkeit.Hier hat man also die Erscheinungen des Katelectrotonus und Anelectro-tonus im reinen Zustande vor sich, nämlich durchweg erhöhte Erregbar-keit in der Strecke des Katelectrotonus und Verminderung derselben inder Strecke des Anelectrotonus.

Prüft man die intrapolare Strecke mittelst chemischer Reize, so ver-hält sie sich verschieden je nach der Stärke der elektrischen Ströme, die hin-durchgeschiekt werden. Bei schwächeren Strömen befindet sieh die ganzeRegion um die negative Elektrode herum im Zustande der erhöhten Erreg-barkeit, die Depression beginnt erst nahe an der positiven Elektrode.In Figur 7 be-deutet die hori- Fig 7zontale Linie die

electrotonisirte ..--""

Nervenstrecke, eund e, sind dieangelegten Elek-troden, und dieCurvenfolgen der '.. ..--''

Erhöhung der Er-regbarkeit über

das Niveau des Normalen und der Depression unter dasselbe, die Linietri ist die Curve, welche der Wirkung schwacher elektrotonisirender Strömeentspricht. Bei Anwendung stärkerer Ströme tritt ein grösserer Theil derintrapolarcn Strecke in die Phase der verminderten Erregbarkeit. DiesenZustand zeigt in Figur 7 die Linie bb an. Endlich, wenn man noch stär-kere Ströme anwendet, so befindet sich fast die ganze intrapolare StreckeI in der Phase der verminderten Erregbarkeit, und nur die Stelle an derI negativen Elektrode befindet sich in der erhöhten Erregbarkeit, wie diesdie Curve ec in Figur 7 versinnlicht.

Pflüger benützte seine Resultate, um ein Gesetz der Zuckungen auf-zustellen, um eine Formel dafür zu finden, unter welchen UmständenZuckung entstehen muss, wenn man einen Strom aufsteigend oder ab-steigend durch den Nerven hindurchsendet. Er geht hiebei von der Ideeaiiä, die er auch durch seine weiteren Resultate begründet hat, dass die