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2 (1884) Physiologie der Nerven und der Sinnesorgane und Entwickelungsgeschichte
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Motorische Nerven.

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auf das andere übertragen worden sind, bezeichnet man mit dem Namender M i( Bewegungen.

Motorische Nerven.

An den motorischen Nerven hat man mit besonderer Sorgfalt undmit dem Aufwände von sehr viel Arbeitskraft die Erregungen durch denelektrischen Strom untersucht. Bei den älteren Versuchen waren, je nach-dem man stärkere oder schwächere Ströme anwandte, je nachdem mansie eine kürzere oder längere Zeit hindurchleitete, die Resultate so ver-schieden, dass man sich gar nicht aus diesem Gewirre herausarbeitenkonnte. Erst durch die grosse Arbeit von Pflüger über den Electrotonusist in diesen Gegenstand eine grössere Klarheit hineingekommen. Früherpflegte man die Versuche so anzustellen, dass man die Elektroden ohne-weiters an den Nerven selbst anlegte. Nun wissen wir aber, dass dieProducfo der Zersetzung, die durch den elektrischen Strom hervorgebrachtwerden, sich am positiven und am nogativon Pole ansammeln. Diese Fro-duefe der Zersetzung können in doppelter "Weise bei dem Versuche nach-theilig wirken: erstens insofern sie den Strömungsvorgang selbst ver-ändern, denn sie bilden Kette in entgegengesetzter Richtung, und anderer-seits, indem sie an Ort und Stelle einen directen, einen chemischen Reizauf die Nervensubstanz ausüben. Es war also ein wesentlicher Fort-sifhritt, dass Pflüger zuerst die Nerven mit unpolarisirbaren Elektrodenuntersuchte. Er untersuchte nicht allein die Erregung, welche durch denelektrischen Strom, den man öffnet und schliesst, hervorgebracht wird,sondern seine wesentlichen Untersuchungen waren darauf gerichtet, dieVeränderungen zu erforschen, welche in der Erregbarkeit des motorischenNerven dadurch hervorgebracht werden, dass durch eine Strecke desselbenein elektrischer Strom hindurchgclcitet wird, mit anderen Worten, eruntersuchte die Erregbarkeitsveränderungen im Electrotonus.

Denkt man sich den Gastroknemius eines Frosches, an dem der her-jraspräparirte Nerv hängt, und legt man an den Nerven eine Kette so ah,

Kiitcloctrotonus

Fig. 5.. <_<m.j. Anclectrotonus

dass der Strom aufsteigend (siehe Figur 5) durch den Nerven hindurchgeht, so sagt Pflüger von derjenigen Strecke, die jenseits der positivenElektrode liegt, die also stromaufwärts liegt, sie sei im Anclectrotonus,und von derjenigen Strecke, welche stromabwärts liegt, sagt er, sie sei im|alelectrotonus. Wenn er nun in dieser Weise einen Strom hindurch-li'itet, so findet er zunächst bei schwächeren Strömen, dass die Erreg-barkeit erniedrigt ist im Gebiete des Anelectrotonus, und dass die Erreg-