Allgemeines,
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werden kann. In diese Kinne wird der zu reizende Nerv hineingelegt,,und nun wird er so weit in die Höhe gebracht, dass er gerade eben vondem Hammer leicht getroffen, dadurch eine Eeizung hervorgerufen, derJferv aber nicht zerquetscht wird. Da dieses Hämmerchen mit dem Hammerdes Neef sehen Magnetclectromotors verbunden ist, hat es oft Schwierig-keiten, zu dem zu reizenden Nerven hinzukommen. Heidenhain hatdeshalb einen andern Tetanomotor construirt, bei dem ein eben solchesRiimmcrchen durch eine Kurbel und Zahnräder in Bewegung gesetzt wird,ähnlich wie die Zahnärzte den Bohrer bewegen, mit welchem sieinnerhalb des Mundes Zähne ausbohren. Auf diese Weise kann er denmechanischen Tetanomotor mit Leichtigkeit an die Stellen hinbringen,welche er reizen will. Andere Apparate für die mechanische Nervenreizungsind später von Tigerstedt und von Hallsten construirt worden. Esi'-t von ihnen wesentlich der Zweck verfolgt worden, die Stärke der Schläge,welche der Nerv erhält, möglichst genau ausweichen und graduiren zukönnen.
Eine andere auffallende Veränderung in dem Strömungsvorgangebringt es hervor, wenn man einen constanten Strom durch den Nervenhindurchlcitet. Denkt man sich einen Nerven auf der einen Seite mitdem Längsschnitte, auf der anderen mit dem Querschnitte aufgelegt, sonennt man die Strecke, welche mit den feuchten Multiplicatorenden inBerührung ist, die abgeleitete Strecke, und die Strecke, durch welcheman den constanten Strom hindurchsendet, die erregte Strecke. Nungibt es zweierlei Möglichkeiten. Es kann der Strom in der erregtenStrecke gleichgerichtet sein mit dem Strome, der im Nerven in der ab-geleiteten Strecke fliesst. In diesem Falle nimmt die Ablenkung der.Magnetnadel zu, der Nervenstrom ist also in seiner Intensität erhöht.Wenn man dagegen den constanten Strom umkehrt, so geht die Nadelzurück, man erhält eine geringere Ablenkung, es ist also jetzt der Ner-renstrom vermindert, es ist, als ob sich ein entgegengesetzter Strom
Zustand, in dendesselben von einemconstanten Strome durchflössen wird, ist der von du Bois entdeckteElectrotonus.
Du Bois hat auch nachgewiesen, dass man es hier keineswegs mithereinbrechenden Stromschleifen zu thun habe, welche den Nervenstromcompensiren oder verstärken könnten. Der Beweis hiefür ist leicht zuführen. Man durchschneidet den Nerven zwischen erregter und abge-leiteter Strecke und legt die Enden wieder so aneinander, dass sie sichmit ihren feuchten Flächen berühren. Dies kann für den elektrischenStrom kein Hinderniss abgeben: der elektrische Strom geht durch einefeuchte Schichte ebenso hindurch wie durch einen Nerven. Es miisslealso dieses Nervenstück auch dann in Electrotonus zu versetzen sein, fallsman es in der That nur mit Stromschleifen zu thun hätte. Dies ist abernicht der Fall. Ja, wenn man den Nerven mit einem nassen Fadenzwischen der abgeleiteten und durchflossenen Strecke umschnürt, hörtjede Wirkung auf, obwohl dies doch durchaus kein Hinderniss für einehereinbrechende Stromschlcife abgibt. Der Electrotonus setzt sieh in def'selben Weise nach beiden Seiten fort, wie die negative Stromschwankung,welche einem momentanen Stromstosse folgt. Wenn man an dem andern
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efablirt hätte, der den Nervenstrom compensirt. Dieserein Nerv dadurch versetzt wird, dass eine Strecke dessi