Tuniea conjunctiva.
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])as geschichtete Fflasterepithel geht am Rande der Cornea in das Epithelder Hornhaut über, und wenn man Gefallen daran findet, so kann manletzteres als eine Portsetzung des Epithels der Conjunctiva betrachten. Dasbindegewebige Stroma der Conjunctiva geht nicht über die Hornhaut fort,sondern endet am Rande der durchsichtigen Hornhaut, und wenn dasselbedurch aus den Blutgefässen ausgetretene Flüssigkeit geschwellt wird, bildetes einen wallartigen Rand um die durchsichtige Cornea herum. Die Blut-gefässe der Conjunctiva gehen aber auch nicht über die Cornea hinüber.Wir haben allerdings gesehen, dass die Blutgefässe der Hornhaut aus denender Conjunctiva stammen, dass sie sich aber nicht über die ganze Corneaverbreiten, sondern den Rand derselben nur um ein Geringes überschreiten.Endlich setzen sich die Nerven der Conjunctiva nicht auf die Hornhautfort. Wir haben gesehen, dass die Nerven der Hornhaut gar nicht ausder Conjunctiva stammen, sondern dass sie von den Ciliarnerven aus derTiefe kommen. Das Resultat von diesem Allen ist, dass sich die Conjunc-tiva nicht über die Cornea fortsetzt, dass es kein Bindehautblättehen derCornea und also auch keine Entzündung desselben gibt, wie sie die älterenAugenärzte annahmen.
Die Conjimctiva reiht sich in ihren Eigenschaften den Schleimhäutenan, und sie hat auch, wie andere Schleimhäute, Schleimdrüsen, die ihrSecrct auf ihre Oberfläche ergiessen. Diese Schleimdrüsen sind die Krause-schen Drüsen. Sie wurden von dem älteren Krause zuerst beschrieben,liegen im Bindegewebe über dem Fornix conjunctivae und durchbohrendie Conjunctiva selbst mit ihren Ausführungsgängen. Wenn man die Con-junctiva in der gewöhnlichen Weise präparirt, so dass man das hinter ihrliegende Bindegewebe wegnimmt, dann sucht man nach diesen Drüsen ver-gebens, weil man die Körper derselben mit abgetrennt hat. Man mussdas ganze Bindegewebe über dem Fornix conjunctivae herausnehmen, umdie Körper, nicht blos die durchbohrenden Aiisführungsgängc dieser Drüsenzu erhalten. Kleinere, einfache und wenig tiefe tubulöse Drüsen, vielleichtsind es auch Schleimdrüsen, finden sich in der Conjunctiva palpebrarum.
Die vordere Fläche des Augapfels ist also von dreierlei Secretcnbefeuchtet: erstens vom Secreto der Thränendrüsen, zweitens von dem derMcibom'schen Drüsen, drittens vom Secreto der Krause'schcn Drüsen. DasSccret der Thränendrüsen wird normaler Weise in geringer Menge ab-gesondert. Wenn aber die Nerven der Conjunctiva gereizt werden, trittin Folge reflectorischer Erregung Sccrction ein. Die Nerven der Thränen-drüsen können reflectorisch erregt werden erstens von der Conjunctiva undzweitens von der Nascnschleimhaut aus. Ausserdem können sie aber auchcentral erregt werden durch Gemüthsaffccte, wo dann reichlicher und an-dauernder Thränenfluss zu Stande kommen kann. Bei solchem zeigt essich, dass die Thränen, wo sie für sich allein und nicht gemengt mit denbeiden anderen Secreten auf die Conjunctiva einwirken, dieselbe reizen,indem sich Blutinjection und ein der Entzündung ähnlicher Zustand aufder Conjunctiva einstellt. Das Secrct der Mcibom'schen Drüsen ist eineEmulsion. Das Sccret der Krause'schcn Drüsen kennen wir nicht näher,es ist aber wahrscheinlich von dem der übrigen Schleimdrüsen nichtwesentlich verschieden.
Das Gemenge dieser drei Secretc wird durch den Thränenlcitungs-apparat aus dem Auge abgeleitet. Es gelangt zunächst durch die Thränen-
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