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Zonulii Zinnii.
zwischen den Stäbchen steckt, ist vielleicht nur ein Theil des katoptri-schen Apparates des Auges, der dazu dient, durch totale Reflexion dieStrahlen wieder auf dasselbe Element zurückzubringen, durch welches sieeingefallen sind.
Zonula Zinnii.
Die Zonula Zinnii entsteht an der Ora serrata retinae, geht unterAufnahme von Verstärkungsfasern, welche theils von den Ciliarfortsätzen,theils aus den Tiefen zwischen denselben entspringen, nach vorwärts, faltetsieh wie eine Halskrause und setzt sich mit auf- und absteigenden Faltenan die Linse an, und zwar, wenigstens grösstentheils, an den vorderenTheil der Linse, indem die absteigenden Palten den grössten Kreis der-selben wenig oder gar nicht überschreiten. In diese Falten sind, wie wirgesehen haben, die Ciliarfortsätze hineingesteckt, und da diese Falten sichandererseits wieder an der Linse befestigen, so ist dadurch eine Verbin-dung zwischen dem Ciliartheile der Chorioidea und der Linse gegeben.
Wenn man in die Zonula Zinnii, nachdem man die Ciliarfortsätzeherausgerissen hat, eine kleine Oeffnung macht und von oben her miteinem Tubus Luft einbläst, so fängt sich die Luft unter den Falten derZonula und schlägt dieselben nach aufwärts. Dadurch entsteht ein Kanal,der nach oben Buckel hat wie eine Halskrause. Diesen Eaum, der so mitLuft gefüllt wird, beschrieb zuerst Petit und nannte ihn nach seinenBuckeln den Canal godronne. Heutzutage pflegt man ihn als den CanalisPetiti zu bezeichnen. Es muss aber bemerkt worden, dass dieser Eaumin der Ausdehnung, wie man ihn hier darstellt, nicht im lebenden Augevorhanden ist, sondern dass ea erst möglieh ist, ihm durch Luftoinblasendiese räumliche Ausdehnung zu geben, nachdem man die Ciliarfortsätzeaus den Falten der Zonula herausgerissen hat. So lange diese darin stecken,existirt nur ein capillarer Baum zwischen den absteigenden Falten derZonula und dem darunter liegenden Glaskörper.
Früher hat man die Zonula für eine continuirliche Membran ge-halten, welche in der beschriebenen Weise in Falten gelegt sei. Aberschon im Frühjahr 1870 sind mir von Professor Vlacovitsch in PaduaPräparate zugeschickt worden, an welchen man sehen konnte, dass Oeff-nungen in der Zonula waren, und dass dieselbe aus Fasern bestand, welchezur Linse hingingen und sich, indem das Auge in Terpentinöl gehärtetworden war, in einzelne Stränge zusammengezogen hatten. Zu demselbenBesultate ist auch Schwalbe gekommen, indem er fand, dass löslichesBerlinerblau, das er in die vordere Augenkammer einspritzte, in denCanalis Petiti eindrang. Nun fragt es sich: Wie ist es den möglich,dass man doch die Zonula Zinnii als Ganzes aufblasen und dadurch denCanalis Petiti in der alten Weise darstellen kann, wenn sie kein Continuumist, sondern aus einer Menge von radiären Fasern besteht? Man kannsich dies nur daraus erklären, dass die sehr feinen, radiären Fasern durchdie anhaftende Flüssigkeit aneinander kleben und deshalb, so lange sienass sind, ein Continuum bilden, wenn aber das Auge in Terpentinöl ge-härtet ist, ihre Continuität verlieren und sich in einzelne Bündel strang-förmig zusammenlegen. In neuerer Zeit ist Chr. Aeby wieder für denmenibranösen Charakter der Zonula eingetreten. Er hält die erwähnten
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