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Tunica vetina.
um so geringer wird auch unser Unterscheidungsvermögen. Man hat des-halb auch eifrig nach dem nervösen Zusammenhange zwischen den Zapfenund den Sehnervenfasern geforscht, ist aber über die Art desselben nochnicht völlig einig. Die erste Verbindung eines Zapfens mit einer Nerven-zelle beschrieb schon im Jahre 1853 von Vintschgau, während manandererseits wusste, dass die Nervenzellen (Ganglienkugcln) Fortsätze aus-senden, die mit den Sehnervenfasern in Verbindung stehen. Weun abernicht die einzelnen Opticusfasern noch aus Eibrillen zusammengesetzt sind,so kann nach den von Fr. Salzer im hiesigen Laboratorium vorgenommenenZählungen nicht jeder Zapfen seine eigene Faser bekommen, denn darnachmögen die Zapfen die Opticusfasern an Zahl um das Sechs- bis Achtfacheübertreffen. Da die Sehschärfe der Seitentheile der Netzhaut sehr weithinter der des Centrum retinae zurücksteht, so ist es möglich, ja wahr-scheinlich, dass jeder Zapfen der Fovea centralis seine eigene Leitunghat, die Nervenfasern aber, welche auf den mehr peripherisch gelegenenBegionen endigen, sich verzweigen und gleichzeitig mehrere Zapfen ver-sorgen. E. v. Fleisch! hat es ferner durch physiologische Gründe wahr-scheinlich gemacht, dass dann hier die Aeste jeder einzelnen Faser nichtan eine geschlossene Gruppe von Zapfen gehen, sondern sich über eingrösseres Gebiet verbreiten, in dem auch Zapfen stehen, welche von an-deren Fasern versorgt werden. Ob die Stäbchen bei der Lichtperceptiondirect betheiligt sind oder nicht, wissen wir bis jetzt nicht. Es sprichtdafür bis jetzt kein einziger haltbarer Grund. "Wir wissen auch nicht,ob sie überhaupt mit Opticusfasern in Verbindung stehen. Aber das könnenwir sagen, dass auf alle Fälle ihre palissadenartige Gestalt und ihre mosaik-artige Anordnung für das Sehen von Bedeutung ist. Es geht dies ausfolgender Betrachtung hervor.
Das deutliche Sehen kommt dadurch zu Stande, dass ein Lichtkegelvon einer bestimmten Farbe ein einzelnes Ncrvcnelcment erregt. Nun istdie Betina durchsichtig, er geht also durch das Nervcnelcment hindurch,gelangt zur Chorioidea und wird hier beim Menschen zum grossen Theilcdurch das Chorioidealpigment absorbirt. Alles Licht wird aber hier nicht ab-sorbirt, wie dies heutzutage aus den Augenspiegelbeobaohtungcn hinreichendbekannt ist, wo wir ja die Dinge im Auge nur vermöge des Lichtes sehen,das aus demselben zurückkommt. Noch viel mehr Licht wird aber beimanchen Thicren reflcetirt, z. B. bei den Katzen, Hunden, Schafen, Bin-dern u. s. w. Bei diesen liegt auf der pigmentirten Chorioidea zwischendem Stroma derselben und dem Capillargefässnetz eine eigene Schicht, dassogenannte Tapctum oder die Membrana versicolor Fioldingii. Diese be-steht bei den Carnivoren aus Zellen, bei Herbivorcn aber und bei allendenjenigen Bcutelthieren, welche ein Tapetum haben, aus Fasern. Bei allendiesen Thiercn hat sie aber das gemein, dass sie Interferenzfarben gibtund eine grosse Monge von Licht reflcetirt. Wenn man die Fasern desTapetum des Bindes bei schwacher Vorgrösserung unter das Mikroskop legt,so sieht man sie darunter im auffallenden Lichte in schönen Farben, undwenn man das auffallende Licht abblendet und durchfallendes Licht macht,so sieht man in diesem die complementären Farben, zum Beweise, dassman es hier mit Interfercnzfarben, mit sogenannten Newton'schen Farbenzu thun habe. Dieses Tapetum reflcetirt also eine grosse Menge von Licht,und wenn dieses Licht unregelmässig zerstreut auf die Netzhaut zurüek-
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