Tunica uvea.
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von den Blutgefässen, den Nerven und dem Irisstroma, aber nach vornvon der hinteren Pigmentbekleidung der Iris liegt.
Das Stroma, in welches alle diese Gebilde eingelagert sind, ist so-wohl bei der Chorioidea als bei der Iris verzweigtes Bindegewebe. Diebraunen und die schwarzen Augen sind solche, in denen dieses Stromapigmentirt ist, die blauen sind solche, bei denen dieses Stroma nicht pig-mentirt ist, wo deshalb das durchscheinende Gewebe der Iris als ein trübesMedium vor einem dunklen Hintergründe, vor der hinteren Pigmont-bekleidung der Iris, liegt. Da dieses Stroma sein Pigment meistens erstim extrauterinen Leben bekommt, so werden die Kinder in der Regel mitblauen Augen geboren, wie dies schon Aristoteles gewusst hat. Er sagt:Die Kinder werden mit dunkelblauen Augen geboren und erst späterbekommen sie braune oder hellblaue Augen. Das Letztere ist ebenfallsrichtig. Die Augen werden heller blau, weil die Masse des trübendenGewebes sich vermehrt, und deshalb eine grössere Menge Lichtes refleetirfcwird, als dies bei Neugeborenen der Fall ist. — Dieses verzweigte Binde-gewebe bildet einen dichten Filz, so dass namentlich in der Chorioideades Erwachsenen es kaum noch möglich ist, die einzelnen Zellen mit ihrenFortsätzen von einander zu isoliren. Man kann aber bei schwach pigmen-tirten Augen sehr gut einzelne stark pigmentirte Zellen mit ihren Aus-läufern in der schwächer pigmentirten Umgebung wahrnehmen.
Das Stroma der Chorioidea wird, wenn man von aussen nach innenfortschreitet, immer fester und schliesst nach innen zu ab mit einem dünnen,glashellcn, von feinen, wie es scheint, elastischen Pasern durchzogenenHäutchen, Kölliker's Glashaut oder elastischer Lage der Chorioidea.
Das Innere der ganzen Chorioidea ist von einer Schicht von Zellenausgekleidet, welche ihrer Entwickclung nach schon zur Retina gehört,anatomisch aber zur Chorioidea gerechnet wird. Sie ist in allen Augenmit Ausnahme derer von Albinos pigmentirt. Es ist dies die sogenannteinnere Pigmentausklcidung der Chorioidea. Sie besteht aus sechseckigen,sehr regelmässigen Zellen, die mit körnigem Pigmente erfüllt sind undin welche die äussersten Elemente der Retina, die Stäbchen und Zapfen,eingesenkt sind. Nach den Untersuchungen von Ant. Frisch wird dasPigment erst nach dem Tode rundkörnig oder, wie es oft abgebildet wird,nierenförmig. Im Leben stellt es scharfkantige Gestalten dar, oft prismen-oder schienenförmig, die sich in die Zwischenräume zwischen den Endender Retinastäbchen einschieben. Die Zellen setzen sich nach vorn zu fort,werden im Ciliartheile der Chorioidea mehr platt und geschichtet, über-ziehen die Processus ciliares, und das Lager erreicht seine grösste Dickean der hinteren Seite der Iris, wo es sich bis zum Rande derselben fort-setzt. Es ist in diesem ganzen Verlaufe pigmentirt, nur auf den Firstender Ciliarfortsätze ist es bei Erwachsenen nicht pigmentirt. "Wenn mandeshalb das Auge eines Erwachsenen durchschneidet imd die vordere Hälftedesselben von rückwärts ansieht, so sieht man um die Linse herum einenweissen Strahlenkranz, der durch die nicht pigmentirten Firste der Ciliar-fortsätzo hervorgebracht wird. Bei neugeborenen Kindern ist dies nichtder Fall.
Die Nerven der Tunica uvea sind die Ciliarnerven. Sie durchbohrendie Sclerotica in vierzehn, selten weniger, häufig mehr Stämmen an ihrerhinteren Hemisphäre in der Richtung von hinten nach vorn, so dass sie