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2 : S/S. 1886 (1887) Physiologie der Nerven und der Sinnesorgane und Entwickelungsgeschichte
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Entwickelung der Milz und der Lymphdrüsen des Mesenteriums.

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Entwickelung der Milz und der Lymphdrüsen des Mesen-teriums.

Die Milz entwickelt sich im Mesogastriurn und wird deshalb auchmit dem Mesogastrium nach links hin vorschoben. Ihr Peritonaoalüberzugist kein anderer als derjenige, welchen sie von Haus aus von den Plattendes Mesogastriums bekommen hat, zwischen denen sie sich entwickelt.In derselben Weise, in der sich die Milz im Mesogastrium entwickelt,entwickeln sich die Lymphdrüsen im Mesenterium.

Entwickelung der Lungen.

Schon ziemlieh früh, indessen erst, wenn die Leber bereits einegewisse Ausbildung erlangt hat und die Visceralbögcn angelegt sind, kün-digt sich die Entwickelung der Lungen an, zuerst dadurch, dass sich dieWand des Vorderdarms nach rechts und nach links vordickt. Diese Ver-dickung geht von der mittleren Schichte derselben aus. An den ver-dickten Stellen entstehen Gruben, in die sich das Schlcimblatt hineinsenkt.Indem die verdickten Stellen stärker herauswachsen und nun schon kleineAnhänge des Vorderdarms bilden, trennt sich das Ganze mehr und mehrvon demselben, so dass nur noch eine mediane Oeffnung bleibt, die indie beiden Anhänge hineinführt; das ist die Stimmritze. Die Anhängewachsen, die Höhlen oder Gänge in ihnen verzweigen sich baumförmig;so entstehen Bronchien und Infundibula. Das Letzte, was sich bildet, sinddie Lungenbläschen.

Entwickelung des Herzens und der Arterien.

Wir gehen nun über zur Entwickelung des Herzens und der grossenGcfässe. Wir haben gesehen, dass ursprünglich im Embryo zwei Aortenvorhanden waren. Diese Aorten gingen aus einem länglichen Schlauche,dem Herzen, hervor, welcher sich nach oben zu in zwei Acste spaltete,und sie liefen zu beiden Seiten vor der Wirbelsäule herunter. Sic gabenbeim Vogolembryo an der Seite zwei Arterien ab, welche in den Dotter-sack übergingen und die Arteriao omphalomesera'icae darstellten. BeimMenschen gingen erst seitlich eine Seihe von Ideinen Gefässen ab, dieaber dann verödeten bis auf zwei, und das waren die Artcriae omphalo-mesera'icae. Das Blut, das aus dem Fruchthofe zurückkam, floss in grossenVenen zurück, welche sieh wiederum in zwei Hauptvenen sammelten, diesich dann vereinigten und das Blut in das untere Ende des Herzenszurückbrachten. Es war dies die erste Circulationspcriode, die Circulationdurch die Nabelblasc. Noch während derselben beginnen aber gewisseVeränderungen, welche sich sowohl auf das Herz und die Arterien, alsauch auf die Venen beziehen. Das Herz bleibt nicht gerade, sondernwird zunächst eine Schlinge, welche aus dem Leibe des Embryo nachvorne (Figur 84 und 85 c, Figur 97 c) hcrausragt. Aus dieser Schlingegeht nun nicht mehr ein Aortenbogen jederseits hervor, sondern es ent-