Entommalisches Sehen.
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so wird es immer grösser, und Sie glauben deshalb auch, es sei diesesrunde Sehfeld noch immer von dem Eande des Loches begrenzt. DerSchirm befindet sieh aber Ihrem Auge so nahe, dass Sie von dem Randedes Loches kein deutliches Bild haben können. Die Grenze dieses hellenSehfeldes wird durch etwas ganz Anderes gebildet, nämlich durch denPupillarrand der Iris. Die Iris schneidet von dem Lichte, das im Augefortschreitet, um zur Netzhaut zu gelangen, ein ringförmiges Stück ab,sie wirft einen schwarzen Schatten auf die Netzhaut; nur das Licht, dasdurch die Pupille eingeht, erhellt die Netzhaut und bringt eben dieseskreisförmige Sehfeld zu Stande. Wenn deshalb die Pupille nicht rundist, so ist es auch das Sehfeld nicht.
Man kann im homoccntrischcn Lichte Rauhigkeiten auf der Horn-haut wahrnehmen. Wenn Sie sich z. B. zuerst das Gesichtsfeld in dieserWeise ansehen, und Sie sehen es wiederum an, nachdem Sie das Augegerieben haben, so werden Sic eigenthümliche, wellenförmige Schattirungenim Sehfelde bemerken, die von den Rauhigkeiten auf der Hornhaut her-rühren, die Sie durch das Reiben erzeugt haben. Wenn Thränen überdie Hornhaut fliessen, so sehen Sie dies in dem Sehfelde, nur so, dassdie Bewegung des Schatten gebenden Körpers von unten nach oben statt-zufinden scheint. Es können auch Gegenstände im Glaskörper und in derLinse gesehen werden.
Wir haben aber auch ein Mittel, annähernd den Ort der Binnen-objeete im Auge zu bestimmen. Denken Sie sich, Sie hätten einen Punkt cFigur 54 in der Ebene der Pupille und in der Mitte derselben, der einenSchatten wirft; so wird dieser Schat-ten in c, liegen, also in der Mitte Fig. 54.des Sehfeldes. Denken Sie sich weiter,Sie hätten das Centrum des homo-centrischen Lichtes, also die Ocffimngim Schirme, von a nach b hin be-wegt, so wird der Schatten in c„und, da das Sehfeld durch den Randder Iris begrenzt ist, der in derselbenWeise wandert wie der Schattenvon c, noch immer in der Mitte desSehfeldes liegen; er wird also seinenOrt im Sehfelde behalten. Also Ob-jecto, deren Schatten beim Bewogen des Schirmes ihren Ort im Sehfeldebehalten, liegen in der Ebene der Pupille. Denken Sie sich aber, derGegenstand hätte nahe dem Scheitel der Hornhaut bei e gelegen, undich hätte nun den Schirm verschoben, so wird der Schatten nun nichtmehr in der Mitte des Sehfeldes erscheinen, wie vor der Verschiebungdes Schirmes, sondern er wird nach Verschiebung des Schirmes nach e,fallen. Er hat sich also auf der Retina im entgegengesetzten Sinne, alsoim Sehfelde, im gleichen Sinne mit dem Loche im Schirme bewegt. Gegen-stände also, die sich bei Bewegung des Schirmes im Sehfelde gleichsinnigmit der Bewegung des Schirmes verschieben, liegen vor der Ebene derPupille. Wir nehmen nun an, ein Gegenstand hätte in der Axe gelegenhinter der Ebene der Pupille, und zwar bei q, so würde, nachdem derSchirm verschoben ist, sein Schatten in q, liegen; er würde sich in