Harnsäure und ihre Zersetzungsproducte.
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Wasser ziemlich schwierig lösliche IOystalle. — Allantursäure: G' 3 H,N 2 O s , Mlantur-entsteht neben Harnstoff beim Kochen von Allantoin mit Barytwasser und bei s e 'der Behandlung derselben mit Bleisuperoxyd oder Salpetersäure. Nicht kry-stallisirbare zerfliessliche Säure, bei weiterer Einwirkung von Barytwasser inHvilantoinsäure und Parabansäure zerfallend.
CO")Alloxan. (MesoxalharnstofT): C 4 H>N,04 = C 3 0 8 "JNä, entsteht
H 2 Jbei der Einwirkung massig concentrirter kalter Salpetersäure auf Harn- AUoxan.säure neben Harnstoff. Es scheidet sich alsbald als weisses Pulver aus,wenn man in Salpetersäure von 1"41 specif. Gew. nach und nach Harn-säure einträgt. Krystallisirt mit 1 Mol. Krystallwasser in Octaedern, mit4 Hol. in grossen Prismen. Löst sich in Wasser leicht; seine wässerigeLösung färbt die Haut roth und ertheilt ihr einen widrigen Geruch; sieröthet Lackmus. Vereinigt sich mit sauren schwefligsauren Alkalien zukrystallisirten, jenen der Aldehyde und Ketone ähnlichen Doppelverbin-dimgen. Seine Auflösungen geben mit Eisenoxydsalzen eine indigblaueFärbung. Versetzt man eine wässerige Auflösung von Alloxan mit über-schüssigem Ammoniak und etwas Blausäure, so spaltet es sich in Dialur-säure, Kohlensäure und Parabansäure, welche letztere sich mit AmmoniakzuOxaluramid vereinigt; letzteres fällt als weisser Niederschlag zu Boden(empfindlichste Beaction auf Alloxan). Durch Bleisuperoxyd wird Alloxanendgültig in Harnstoff und Oxalsäure übergeführt. Salpetersäureoxydirt es zu Parabansäure und Kohlensäure. Keducirende Agentien,wie Schwefelwasserstoff verwandeln es in Alloxantin. Zersetzungsjsro-ducte des Alloxans sind:
Alloxansäure: C 4 H 5 N 2 0 5 , entsteht aus dem Alloxan durch Aufnahme Alloxan-von 1 Mol. Wasser, bei der Behandlung desselben mit Barytwasser. Zwei- saurc 'basische, in weissen Nadeln krystallisirende Säure, leicht lösliche krystallisir-bare Salze liefernd. Dieselben in concentrirter Lösung gekocht, zerfallen inHarnstoff und Salze der Mesoxalsäure (S. 284): C 4 H 5 N 2 0 6 -|- H 2 0 ="AOe "f" CH 4 N 2 0. — Oxaluramid (Oxalan): C 3 H 5 N 3 0 3 , bildet sich, wenn Oxalan.eine Alloxanlösung mit etwas Blausäure und dann mit Ammoniak versetztwird. Weisses, in Wasser wenig lösliches Krystallpulver, beim Kochen mit! Wasser in Oxalsäure, Harnstoff und Ammoniak zerfallend. — Dialursäure Dialur-ITartronylharnstoff): C 4 H 4 N 2 0 4 , bildet sich, wenn man eine Alloxanlösung 8iuie -mit ein paar Tropfen Blausäure versetzt, und hierauf kohlensaures Kalium hin-zufügt. Es scheidet sich hierbei dialursam-es Kalium in körnigen Krystallenans, während oxalursaures Kalium gelöst bleibt. Auch durch Keduction vonAlloxantin mittelst Schwefelwasserstoff wird Dialursäure gebildet. Die Säurekrystallisirt in farblosen Nadeln, die sich an der Luft röthen und sich dabeiin Alloxantin verwandeln. Starke einbasische Säure. Alloxan und Dialursäurein Lösung zusammengebracht vereinigen sich zu Alloxantin, welches aus denlösungen herausfällt. — Thiormrsäure: C 4 H 6 N 3 0 6 S, bildet sich, wenn man Thionur-zu einer Alloxanlösung wässerige schweflige Säure und dann kohlensaures Am- smoniak hinzufügt; die aus dem so erhaltenen Ammoniumsalz abgeschiedenefreie Säure ist eine weisse, krystallinische, leicht lösliche, saure Masse. DieSäure ist zweibasisch. Das Ammoniumsalz krystallisirt in perlmutterglänzendenBlatteten. Mit Schwefelsäure Übergossen, entwickeln die Salze schweflige Säure.v - Gorup-Besanez, Organische Chemie. 27