Säuren der Oelsäurereihe.
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vielWasser werden sie zerlegt, indem ihnen ein Theil der Basis entzogenwird, und sie dabei in saure Salze übergehen. Die übrigen Salze sind inWasser schwerlöslich oder unlöslich, zum Theil krystallisirbar.
Das Ölsäure Blei ist in Aether löslich, und unterscheidet sich da-durch von den Bleisalzen aller eigentlichen fetten Säuren, von denen es da-her auf diesem "Wege auch leicht zu trennen ist. Die Ölsäuren Alkalien sindBestandtheile aller Seifen, namentlich aber ist das Ölsäure Natrium ein Haupt-bestandteil der medicinischen Seife: Sapo medicatus, welche durch Ver-seifen von Olivenöl mit Natronlauge gewonnen wird.
Vorkommen und Darstellung. Die Oelsäure ist als Glycerid in Vorkommenden meisten Fetten und fetten Oelen des Thier- und Pflanzenreiches ent- Darstellung,halten, namentlich aber in vorwiegender Menge in den flüssigen Fetten:den fetten Oelen, daher der Name Oelsäure.
• Ihre Eeindarstellung ist eine sehr schwierige, da die Oelsäure an der Luftsich so leicht verändert. Gewöhnlich stellt man sie aus dem Mandelöl dar,welches man mit Kali verseift; die so erhaltene Lösung der Kalisalze der fettenSäuren wird mit Bleizucker gefällt, und so die Bleiverbindung dieser Säurenerhalten. Die getrockneten Bleisalze werden- hierauf mit Aether behandelt,wobei das Ölsäure Blei allein in Lösung geht. Nach dem Verdunsten desAethers wird dieses mit Salzsäure zersetzt und so Oelsäure erhalten, welcheaber noch weiteren Beinigungsprocessen unterworfen werden muss.
Emcasänre.
C22H42O2
CjiH«COj 0
Weisse, nadeiförmige Krystalle, bei -f- 34° schmelzend, unlöslich in Erucasäure.Wasser, löslich in Alkohol und Aether. Liefert beim Schmelzen mitKalihydrat Arachinsäure und Essigsäure:
C 22 H 42 0 2 + 2H 2 0 = C 20 H 40 O. 2 + C 2 H t 0 2 + 2HErucasäure Arachinsäure Essigsäure
Vereinigt sich mit 1 Mol. Brom direct zu Erucasäuredibromid:C22H4 2 0 2 Br 2 , welches mit alkoholischem Kali behandelt, unter Austrittvon IIBr in Monobronierucasäure: C 22 H il Br0 2 , übergeht. Beim Er-wärmen mit verdünnter Salpetersäure verwandelt sie sich in die derElaidinsäure entsprechende isomere feste krystallisirbare Brassidin-säure.
Die Erucasäure ist als Glycerid (wie alle übrigen in Fetten vorkom-menden Säuren der Reihe) ein Bestandtheil des fetten Oeles des schwarzenund des weissen Senfs, des Rüböls (von Brassica campestris ole'ifera) unddes Traubenkernöles. Zur Darstellung der Säure wird durch Kochen desRütjöls mit Bleiglätte das Bleipflaster dargestellt, dieses mit Aether er-schöpft, und der Rückstand: reines erucasaures Blei, mit Salzsäure zer-setzt.