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2 (1873) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Methylreihe.

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Bei der trockenen Destillation des ameisensauren Kalks bildet sichMethylaldehyd, der durch Wasserstoff in statu nascendi ebenfalls in Methyl-alkohol übergeführt werden kann.

Wichtigere Derivate des Methylalkohols.

1. Vertretung des extraradicalen Wasserstoffs im Methylalkohol durchKalium und Natrium.

Kalium- und Natriummethylat.

Trägt man Kalium in Methylalkohol ein, so entwickelt sich Wasser- Kalium-stoffgas und bald erstarrt das Ganze zu einem Krystallbrei von Kalium- uatriom-methylat: methylat,

CHCs '| 0 + K= CH /)o + H

U

K

Natrium wirkt in ganz analoger Weise.

Natrium- und Kaliummethylat stellen seidengliinzende, wenig bestän-dige, mit Wasser sich sofort in Alkohol und Kalihydrat zerlegende Kry-stalle dar.

Übertragung des Methyls in die Moleküle anorganischer undorganischer Säuren.

Aethersäuren und zusammengesetzte Aether des Methyls.

SO ")Methylschwefelsäure: CH3.H.SO4 oder p^r / n 0 2 .

Diese Säure entsteht beim Vermischen von Methylalkohol mit con-centrirter Schwefelsäure, und zwar nach folgender Formelgleichung:

Methyl-

scliwefel-

Methyl-alkohol

+

SO,"

0,

H 2

Schwefel-säure

SO/}

Methyl-schwefelsäure

0

T:hJ:

Wasser

Zur Abscheidung der reinen Säure verdünnt man mit Wasser, sättigt mitkohlensaurem Baryum, filtrirt und dampft a"b, wobei sich das methylschwefelsaureBaryum in Krystallen abscheidet. Durch Auflösen dieses Salzes in Wasser, vor-sichtiges Ausfällen des Baryts durch verdünnte Schwefelsäure und Verdunstendes Filtrats bei gewöhnlicher Temperatur unter der Luftpumpe, erhält man diefreie Methylschwefelsäure als eine sehr stark saure Flüssigkeit, diehei sehr vorsichtigem Verdunsten in farblosen Prismen zu krystallisiren

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