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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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762
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Aetherische Oele.

danin; dieses spaltet sich nämlich in Angelikasäure und Oreo-selin.

Mannit: CnHnO,,.

909. Der Mannit kommt in dem Pflanzenreich sehr verbrei-tet vor; in reichlicher Menge ist er in der Manna (aus Fraxi-nus Ornus) enthalten; er lässt sich künstlich aus Zucker dar-stellen, wenn man denselben mit Kreide und Käse bei niedererTemperatur stehen lässt. Neben Milchsäure bildet sich hierbeieine ansehnliche Menge von Mannit.

Aus der Manna stellt man den Mannit durch Behandlung mitkochendem Alkohol dar. Beim Erkalten krystallisirt der Mannitin feinen seideglänzenden Nadeln aus, die in Wasser und Alkoholleicht löslich sind, nicht in Aether. Er besitzt einen schwachsüssen Geschmack und wirkt gelinde abführend. Mit Hefe ver-setzt, gährt er nicht, auch scheidet er in alkalischer Lösung ausKupferoxydsalzen kein Kupferoxydul ab, wie die Zuckerarten.

Mit concentrirter Schwefelsäure vereinigt er sich zu Mannit- t

Schwefelsäure: 3 HO . C H n 0 9 . GSOj. Durch ein Gemenge

von concentrirter Schwefelsäure und Salpetersäure wird e'r in

C H INitromannit, Vi,-. 8 / Oi2> verwandelt, welcher in seideglänzenden

Nadeln krystallisirt. Derselbe verpufft leicht beim Erhitzen oderdurch einen kräftigen Schlag.

Aetherische Oele.

910. Mit dem Namen ätherische oder flüchtige Oelebezeichnet man eine Reihe organischer Stoffe, welche bei der ge-wöhnlichen Temperatur meistens flüssig, seltener fest sind, undin letzterem Falle beim Erhitzen unzersetzt schmelzen, für sichohne Zersetzung fluchtig sind, und auch beim Erhitzen mit Was-ser mit den Dämpfen desselben übergehen. Sie besitzen einenstarken, theils angenehmen, theils widrigen Geruch und einenbrennenden Geschmack. In Wasser sind sie kaum löslich, dochertheilen sie demselben ihren Geruch, aber in Alkohol und Aether.sowie in fetten Oelen lösen sie sieh leicht auf.

Sie kommen fast ausschliesslich in den Pflanzen vor, undwerden aus ihnen gewonnen, indem man die ölreichen Pfianzen-

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