Rohrzucker.
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hat. Wir unterscheiden nämlich: Kohlenhydrate, Glueo-side, Farbestoffe, Bitterstoffe, ätherische Oele,Harze und eiweissartige Stoffe.
Sogenannte Kohlenhydrate.
892. Zu dieser, nur sehr uneigentlich Kohlenhydrate ge-nannten, natürlichen Familie gehört eine Anzahl von Körpern,welche sämmtlich 12 Aeq. Kohlenstoff und ausserdem nur noch"Wasserstoff und Sauerstoff in demselben Yerhältniss wie im Was-ser enthalten. Sie gehören zu den wichtigsten Bestandteilendor Pflanzen, kommen aber zum Theil auch in Thieren vor.Sie werden alle durch Kochen mit verdünnter Schwefelsäure inTraubenzucker übergeführt, wobei sie meist die Elemente desWassers aufnehmen.
Es gehören hierzu: Rohrzucker, Traubenzucker,Milchzucker, Gummi, Dextrin, Stärkmehl und IIolz-i a s e r.
Rohrzucker: CuHnOn-
893. Der Rohrzucker findet sich in den Pflanzensäften, be-sonders denen des Stammes, gelöst; in vorzüglicher Mengekommt er im Zuckerrohr und den Runkelrüben vor. Der durchAuspressen erhaltene Saft dieser Pflanzen wird mit Kalkmilchgeklärt und rasch eingedamplt, wo beim Erkalten der Rohr-zucker auskrystallisirt. Er wird durch Umkrystallisiren, Behan-deln mit Kalk und Eiweiss, sowie mit Thierkohle gereinigt. DerRohrzucker krystallisirt in wasserhellen schiefen Säulen; er löstsich in l / 3 kaltem Wasser, leichter in heissem; in Alkohol ist erweniger leicht löslich. Er schmeckt rein süss. Beim Erhitzenschmilzt er, und erstarrt beim Erkalten zu einer glasartigenMasse (Gerstenzucker), welche erst nach längerer Zeit sich wie-der in krystallinischen Zucker verwandelt. Erhitzt man ihn überseinen Schmelzpunkt (auf 200°), so verliert er 2 Aeq. Wasserund geht hierdurch in Caramel, C, 2 H 9 0 9 , über, welcher sichnicht wieder in Zucker zurück verwandeln lässt.
Der Rohrzucker geht mit Kalk, Baryt und einigen anderenMetalloxyden in Wasser lösliche Verbindungen ein. Durch con-centrirte Schwefelsäure wird er in eine schwarze Masse verwan-delt (verkohlt).