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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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T eträthyl a m moniumöxvil.

niuinoxyd; in ersterem Falle enthalten sie sauerstoffhaltige Radicale,in letzterem Falle können sie auch nur sauerstofffreie Radicaleenthalten, während der Sauerstoff ausserhalb des Iladicals sichbefindet. Die Ammoniakbasen vereinigen sich mit Säurehydratenund Wasserstoffsäuren (wie das Ammoniak) ohne Abscheidungvon Wasser; letztere dagegen scheiden unter denselben Umstän-den Wasser ab.

Die Ammoniumbasen hat man noch nicht fertig gebildetin der Natur gefunden; sie entstehen bei der Behandlung derNitrilbasen mit den Jodverbindungen der Alkoholradieale. Bringtman z. B. Triäthylamin, C 12 I1 15 N, mit Jodäthyl zusammen, soentsteht beim Erwärmen der Mischung Jodteträthylammonium:

C.H b iW C 4 H S

C 4 H 5

N C 4 H b

C 4 H 5

4- C 4 H 5 J = N

C 4 H 5

J.

C<H 5

Die Jodverbindungen der Ammoniumbasen werden durchKali nicht zersetzt, aber durch Silberoxyd lässt sich das Jod ab-scheiden, wahrend das Teträthylammonium sieh mit Sauerstoffverbindet und im Wasser löst:C 16 H 80 K J + Ag O + II 0 = C, s H, 0 K O -f II O + Ag J.

Die sauerstoffhaltigen Ammoniakbasen sind meist feste Kör-per, die beim Erhitzen gewöhnlich nicht ohne Zersetzung flüch-tig sind. Sie besitzen zum Theil eine entschieden alkalischeReaction, andere dagegen wirken auf Lackmustinctur nicht, undlieben die saure Reaction der Säuren nicht auf.

Die meisten dieser Basen kommen in der Natur fertig ge-bildet vor. Sie sind zum Theil starke Gifte, oder wirken in ge-ringerer Menge heilkrältig.

Wir wollen nur eine Ammoniumbase, aber folgende Ammo-niakbasen näher besehreiben: Chinin, Morphin, Caffein,Kreatinin, Glycocoll und Harnstoff

T e t r ä t h y 1 a m m o n i u in o x y d.

883. Wir haben oben angegeben, auf welche Weise man dasJodteträthylammonium erhält. Es ist in Wasser und Alkohol lös-lich und scheidet sieh aus den Lösungen in grossen, farblosenKrystallen ab. Das durch die Behandlung der wässerigen Lösungmit Silberoxyd erhaltene Teträthylammoniumoxyd krystallisivt beimAbdampfen in haarfeinen, sehr zerfliessliehen Prismen. Die Lö-sung desselben schmeckt wie verdünnte Kalilauge, greift die Hautan und verhält sich gegen Metalllösungen wie Kali. Beim Er-