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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
Entstehung
Seite
743
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Aethylamin. Trimet hylamin.

74:i

Propylamin . . C 6 H,N = C 6 H,. H . H .N;Butylamin. . . C 8 II n N= C a H 9 . II . II . N;Amylamin . . . C 10 H 18 N = C 10 H U . H . H.N;

Es gehört hierher ferner noch die grosse Anzahl der Basen,welche 2 oder 3 Aeq. der Alkoholradieale (CII+i) enthalten.Wir wollen nur das Aethylamin beschreiben:

Aethylamin: C 4 H 7 N.

876. Das Aethylamin wird am besten durch Destillation descyansauren Aetlryloxyds (C 4 H 5 O . C 2 N O) mit Kali dargestellt.Das cyansaure Aethyloxyd bildet sich beim Erhitzen von eyan-sauremKali mit ätherschwefels'aurem Kali [C 2 NO . KO + C 4 H 5 O .K0.2SO 3 =C 4 II 5 O.C i ,NO-|--2(KO.SO s )], und geht hierbeials eine farblose Flüssigkeit von angreifendem Geruch über.Kocht man das cyansaure Aethyloxyd mit überschüssiger Kali-lauge in einer Retorte, so zerlegt es sich, unter Aufnahme von2 Aeq. Wasser, in Kohlensäure und Aethylamin, welches letzteresich verflüchtigt und in der kalt gehaltenen Vorlage verdichtet:

C 4 H 5 O.C 2 NO-(-2HO = C 4 H 7 N+2C0 2 .Das Aethylamin ist eine bei 18°,7 siedende Flüssigkeit, vonstarkem, ammoniakartigem Geruch. Es mischt sich in jedem Ver-hältniss mit Wasser. Es verhält sich gegen Metallsalze ähnlichwie Ammoniak; das Chlorplatin - Aethylamin, C 4 H 7 N. II Cl -f- Pt CL.,ist indessen in Wasser leichter als der Platinsalmiak löslich undkrystallisirt in goldgelben Schuppen.

Trimethylamin, C,H,N.

877. Das Trimethylamin kommt in der Häringslake und demstinkenden Gänsefuss (Chenopodium vulvaria) vor; es entstehtferner wahrscheinlich aus einigen sauerstoffhaltigen Basen wieCodein und Narcotiu durch Destillation mit Kalihydrat. Es isteine in Wasser leicht lösliche, bei 4° siedende, Flüssigkeit vonalkalischer Reaction, die einen Geruch nach Häringen besitzt.Man stellt es leicht durch Behandlung von Dimethylamin mitJodmethyl dar. Es ist mit Propylamin isomer.

Basen der allgemeinen Formel: C2 n H iu _ s N.

878. Auch diese Basen kommen in der Natur nicht fertiggebildet vor, entstehen aber unter sehr verschiedenen Umständen.