Sauerstofffreie Basen.
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I. Gruppe.
Sauerstofffreie Basen.
875. Diese Basen sind bei gewöhnlicher Temperatur theilsbiartige Flüssigkeiten, theils feste Körper; sie sind ohne Zer-setzung flüchtig, einige schon bei sehr ( niederer Temperatur. Sielösen sich nur zum Theil in Wasser, alle aber in Alkohol, Aetherund fetten Oelen. Die Mehrzahl derselben färbt geröthete Lack-mustinctur blau. Sie verbinden sich mit Säuren zu neutralenSalzen, welche in Wasser und Alkohol löslich sind.
Die Zusammensetzung dieser Basen entspricht zum Theil derdes Ammoniaks; andere enthalten Ammoniak in gepaarter Ver-bindung, worin es sein Sättigungsvermögen beibehalten hat. Aehn-lirli wie das Ammoniak eine Verbindung von 1 Aeq. Stickstoffmit 3 Aeq. Wasserstoff ist, sind erstere Basen Verbindungen vonlAeq. Stickstoff mit 3 Aeq. Kadical, oder sie lassen sich betrach-ten als Ammoniak, worin 1, 2 oder 3 Aeq. Wasserstoff durch1, 2 oder 3 Aeq. eines anderen Radicals ersetzt sind. Wenn wir,um dies durch Formeln anschaulicher zu machen, die Formel
H)
des Ammoniaks NII> schreiben, so können z. B. folgende Ra-
Hjdicale die Stelle des Wasserstoffs vertreten: Methyl, C ä H 3 ; Aethyl,Calla; Amyl, C 10 II U , wodurch eine Anzahl organischer Basengebildet wird.
Es kann hierbei (I.) entweder '.1 Aeq. Wasserstoff durch1 Aeq. eines zusammengesetzten Radicals vertreten sein (Ainid-basen), oder (II.) 2 Aeq. Wasserstoff durch 2 Aeq. Kadical(Iinidbasen), oder (III.) 3 Aeq. Wasserstoff durch 3 Aeq.Kadical (Nitr ilbasen). Wir erhalten hiernach folgende dreiReihen von Verbindungen:
I.
Amidhase;
H iMI
C4H5
HMI
C,H,i
HMI
C 10 H n
II.
Iinidbasen.II
III.
Nitrilbasen.C,H 3 )
Aethykmin; KC 4 II 5 Diäthylamin; NO,II 5 Triäthyla
/
CA)
l Methyläthylainin;
Methylamin; N C,H,CA)
Uny.a.nin;^!!,,; "^
CV,II : . )
C 4 RC 8 H,
NC. 2 H.CACioHii
NC,„II U
CA
Dimethyl-äthylainin.
) Diamyl-, äthyl-
I aui'.n.