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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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686
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C8G Ein Wirkung der Wärme.

einigt, während die Stelle des Chlors von Amid (NH 2 ) eingenom-men wird.

Das Chlorbenzoyl (CuIIjO., . Cl) bildet mit AmmoniakBenzamid (C 14 H ä 0 2 . N H,) und Salmiak, nach der Gleichung:

C I4 H 5 O a . Cl + 2NHa = C 14 II r N0 s + NII 3 . HCl.

Einwirkung der Oxyde der schweren Metalle.

788. Die Oxyde der schweren Metalle wirken auf viele orga-nische Verbindungen oxydirend, indem sie ihren ganzen Sauer-stoffgehalt, oder nur einen Theil desselben, an den organischenKorper abgeben, wodurch letzterer entweder in ein höheres Oxyddesselben Radicals übergeht, oder unter Entwickelung von Koh-lensäure in andere Verbindungen übergeführt wird. Besondersleicht oxydirend wirken die Ilyperoxyde (z. B. Bleihyperoxyd,Manganhyperoxyd) oder die Oxyde der edlen Metalle, z. R Sil-beroxyd. Beim Zusammenreiben mit trocknem Bleihyperoxydlängen manche Körper, z. B. Weinsäure, Feuer, und verbrennenvollständig, wie beim Glühen an der Luft. Die Einwirkung derIlyperoxyde wird durch die Gegenwart verdünnter Säuren, z. B.Schwefelsäure, noch begünstigt, indem diese Säuren sich mit demniedrigeren basischen Oxyd zu Salzen vereinigen. Der Alkohol,C 4 H 6 0 2 , geht z. B. beim Zusammenkommen mit Manganhyper-oxyd und verdünnter Schwefelsäure in xVldehyd, C 4 II 4 0 2 , undEssigsäure, C, II, 0 4 , über.

Auch das Kupieroxyd wirkt, besonders in Gegenwart vonAlkali, oxydirend auf organische Substanzen, und geht selbst inKupferoxydul oder metallisches Kupfer über. Eine Traubenzucker-lösung, welche man mit Kupfervitriol und Kalilauge versetzt hat,scheidet beim Stehen Kupferoxydul, Cu 2 O, ab (012.).

Schwefel, Chlor, Brom und Jod enthaltende organische Stoffetauschen häufig beim Zusammenbringen mit Metalloxyden, na-mentlich Silberoxyd, diese Elemente gegen Sauerstoff aus. DasSchwefelallyl, C,H 5 S, giebt mit Silberoxyd Allyloxyd, C 6 H 5 S+ AgO = C 6 H 5 O -f- AgS; das Jodteträthylammonium, C, 6II 2(I X J, wird durch Silberoxyd in Jodteträthylammoniumoxyd.C 16 H 20 N O, verwandelt:

C 16 H 20 N J + Ag O = C, H 2J N 0 + Ag J.

Zersetzungen durch Einwirkung der Hitze.

789. Man kann annehmen, dass alle einfachen Stoffe in einerhinreichend hohen Temperatur den gasförmigen Zustand anneh-men, obwohl es noch nicht für alle nachgewiesen ist (4.j; es folgt