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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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683
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Einwirkung der Alkalien.

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ger Beziehung verschieden von den einbasischen Säuren. Bringtman sie mit Fünffach - Chlorphosphor zusammen und erhitzt, soerhalt man neben Chlorwasserstoffsäure und Phosphoroxychloriddie wasserfreie organische Säure. Das Bernsteinsäurehydrat, 2 Hü .C B H, 0 b , giebt mit Phosphorehlorid z. B. wasserfreie Bernstein-säure:2 HO . 0,11, 0 6 + PC1 5 = 2 HCl + P Cl 3 O s -f C 8 H 4 0 6 .

Kommt indessen die wasserfreie Säure mit einer neuen Mengevon Phosphorchlorid zusammen, so entsteht wieder Phosphoroxy-chlorid und eine organische Chlorverbindung; die zuerst entstan-dene wasserfreie Bernsteinsäure giebt z. B. Chlorsuccinyl,C 8 H 4 0 4 Cl ä , nach der Gleichung:

C 8 H 4 0 6 + P Cl 5 = P Ol, 0 2 + C e H 4 O, C%,

Das Phosphoroxychlorid wirkt auf neutrale Salze organischerSauren heilig ein, und verwandelt sie je nach dem Verhältniss,in welchem beide Stoffe gemischt werden, entweder in Chlor-verbindungen oder wasserfreie Säuren. Beim Zusam-menkommen von Phosphoroxychlorid mit 0 Aeq. benzoesauremKali erhält man wasserfreie Benzoesäure, neben Chlorkalium undphosphorsaurem Kali, nach der Gleichung:

P Ol, 0 2 + G (KO . C 14 H 5 0 3 ) = C (C,, H 5 O a ) -+- 3 K Cl+ S KO . P0 5 .

Sind nur 3 Aeq. benzoesaures Kali vorhanden, so erhält manstatt wasserlreier Benzoesäure Chlorbenzoyl, nach der Gleichung:PCl 3 0 2 -f 3(KO . CuHsO,) = SCCuHsOiCO-HKO . P0 5 .

Einwirkung der Alkalien.

T8.">. Die fixen Alkalien bewirken in Folge ihrer grossenNeigung, sich mit Säuren zu vereinigen, häufig die Bildung vonSäuren aus organischen Substanzen, welche für sich keine saurenEigenschaften besitzen. In den wässerigen oder alkoholischenAuflösungen geschieht dies meistens unter Aufnahme der Elementedes Wassers.

Das Isatin, C, 6 ILN0 4 , wird durch Kochen mit Kalilaugein i satinsaures Kali verwandelt:

C 16 H 5 N0 4 + HO + KO = KO.C 10 H 6 NO 5 .

Enthält das Kali kein Wasser, ausser 1 Aeq. Hydratwasser,so findet beim Erhitzen mit organischen Substanzen meistenseine Enlwickelung von Wasserstoff statt: der Sauerstoff des Was-sers wirft sich auf die organische Substanz, und diese verwandeltsich hierdurch in eine Säure, welche sich mit Kali vereinigt.