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Platin.
Oxyd löst sich nicht. Das Platinoxyd verbindet sich auch mit
den Basen, namentlich mit den Alkalien und alkalischen Erden,
zu unlöslichen Salzen, welchen nur durch Säuren die Basis ent-zogen werden kann.
Platinoxydsalze.
G95. Die Salze des Platinoxyduls bieten wenig Interesse darund sind sehr wenig untersucht; sie bilden braune Lösungen,welche nicht zum Krystallisiren zu bringen sind. Die Platinoxyd-salze sind orangegelb gefärbt; Kali fällt aus ihnen einen brau-nen, im Ueberschuss von Kali unlöslichen Niederschlag. Schwefel-wasserstoff und Schwefelammonium geben schwarze Niederschläge,die sich auf Zusatz von viel Schwefelammonium wieder lösen.Alle Salze zersetzen sich in der Hitze und hinterlassen metallischesPlatin. Eisen, Zink, Kupfer und andere Metalle lallen aus denLösungen der Salze metallisches Platin in Gestalt eines schwarzenPulvers. Chlorkalium und Salmiak bewirken in den Platinoxyd-lösungen kiystallinische Niederschläge, Doppelverbindungen vonZweifach - Chlorpia! in mit Chlorkalium, oder Chlorammonium(PtCl, + KCl) und (PtCl, -f- NIL.C1).
In den Laboratorien wendet man als Platinlösung gewöhnlichdas Zweifach-Chlor plat in an, dessen Keactionen von denvorher erwähnten durch folgendes Verhalten abweichen. Kali,Ammoniak, kohlensaures Kali und Ammoniak, sowie übeihauptalle Kali- oder Ammoniaksalze schlagen das Platin in Gestalt derobenerwähnten Doppelverbindungen nieder; Natron und die Na-tronsalze geben keinen Niederschlag.
Verbindungen des Platins mit Chlor.
G9C. Es giebt zwei Verbindungen des Platins mit C hlor, welcheden beiden Oxyden entsprechend zusammengesetzt sind. Das Ein-fach-Chlorplatin (Platinehlorür), Pt Cl, stellt man durch Erhitzenvon trocknem Zweifach- Chlorplatin, Pt C1. 2 , dar. Am besten nimmtman das Erhitzen in einem Oelbad vor, erwärmt allmälig auf 200°