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Platin.
Entfernung der überschüssigen Säure zur Trockne, löst den Rück-stand wieder in Wasser auf und setzt so lange dünne Kalkmilchzu, als noch ein Niederschlag erfolgt. Hierbei werden die frem-den Metalloxyde, aber kein Platin gefällt; man filtrirt die Lösungvom Niederschlag ab, neutralisirt sie mit Cblorwasserstoffsäure,und versetzt sie mit Salmiaklösung. Es scheidet sich hierbei eingelber Niederschlag, eine Verbindung von Zweifach-Chlorplatinmit Salmiak, ab, Pt Cl 2 -f- NIL, Cl, den man mit kaltem Wasserauswäscht, trocknet und gelinde glüht. In der Hitze entweichtder Salmiak und das Chlor des Chlorplatins, so dass nur metal-lisches Platin in Gestalt einer grauen, porösen, schwammartigenMasse (sogenannter Platinschwamm) hinterbleibt,
Der Platinschwamm lägst sich leicht in compactes Platin über-führen ; man bringt ihn mit Wasser in den messingenen Cylinderefgh (Fig. 105), der unten auf einem Stahlstück ab cd steht,Fis; 165 un( ^ ' n we ' cnen em stählerner Kolben ik passt.
Nachdem der Cylinder zur Hälfte mit Platin-schwamm gefüllt ist, bringt man den Kolben ein,drückt ihn in einer starken Presse möglichst tiefein und giebt zuletzt noch einige kräftige Ham-merschläge. Der Platinschwamm wird hierbeiauf ein kleines Volum zusammengedrückt, undbeim Herausnehmen aus dem Cylinder hat manschon eine dichte Scheibe von Platin. Man er-hitzt sie im Tiegel zum Weissgluhcn und bear-beitet sie auf einem Amboss mit dem Hammer.Das Platin ist hierdurch dicht und zusammen-hängend geworden, und lässt sich durch Hämmernoder Auswalzen in alle Formen bringen.
G92. Das Platin widersteht der höchsten Hitzedes Schmiedefeuers, ohne zu schmelzen, aber easchmilzt im Knallgasgebläse oder zwischen denKohlenspitzen einer starken Volta'schen Säule. Inder Weissglühhitze lassen sich zwei Platinstückezusammenschweissen, und auf dieser Eigenschaftberuht die angeführte Darstellungsweise des Platins.
Das Platin hat eine grauweisse Farbe und kann grossen Glanzannehmen. In reinem Znstande ist es äusserst geschmeidig, aberschon geringe Beimengungen vermindern die--e Eigenschaft an-sehnlich. Hinsichtlich seiner Festigkeit steht das reine Platindem Eisen kaum nach, aber das käufliche iridiumhaltige Platinist weit leichter zerreissbar, so dass ein 2 Millimeter dicker Draht
c/i