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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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Eisen.

wird in der Oelmalerei. sowie zum Poliren von Silberwaarenoder von Spiegeln angewendet.

Man erhalt das Eisenoxyd in kleinen Blättchen krystallisirt,wenn man in einem Tiegel 1 Thl. schwefelsaures Eisenoxydulmit .'! Thln. Kochsalz zum Glühen erhitzt: beim Auslaugen mitWasser Unterbleibt das Eisenoxyd.

Ei sen ii \ villiy drat.

497. Das Eisenoxydhydrat erhalt man durch Fallen einerEisenoxydsalzlosung mit Kali oder Ammoniak als voluminösenbraunen Niederschlag. Der durch Kali erhaltene Niederschlagbindet immer ein wenig Alkali, welches nur durch lange fortge-setztes Kochen mit Wasser zu entziehen ist. Man kann zurFüllung auch kohlensaures Alkali anwenden, und erhält hierdurchebenfalls Eisenoxydhydrat.

Der Brauneisenstein ist ein Mineral von der Zusammen-setzung: 2Fe 2 0 3 -)- 3HO.

Das Eisenoxyd färbt die Glasflüsse röthlich-gelb, aber we-niger intensiv als Eisenoxydul, so dass ein durch wenig Eisen-oxydul dunkelgrün gefärbtes Glas nur wenig gefärbt, erscheint,wenn man das Eisenoxydul darin in Eisenoxyd überführt.

Eisenoxydoxydul: Fe 3 0 4 .

498. In der Natur kommt diese Eisenverbindung in voll-kommen ausgebildeten regelmässigen Octaedern vor. welche einenstarken Metallglanz besitzen. Die Mineralogen nennen esMagneteisen, weil es in hohem Grade magnetisch ist; dernaturliche Magnet ist dasselbe Mineral. Es findet sich zuweilenin compacten, sehr ausgedehnten Massen, und bildet namentlichin Norwegen und Schweden grosse Lager, aus welchen man dasbeste Eisen gewinnt.

Keim Verbrennen des Eisens in hoher Temperatur an derLuft oder im Sauerstoffgas, z. B. in dem (42.) beschriebenenVersuch, bildet sich stets dieses Oxyd. Am besten stellt mandas Eisenoxydoxydul in dem Laboratorium durch Erhitzen vonEisendraht in einem Porcellanrohr dar, durch welches man einenStrom von Wasserdampf leitet, wie in dein (40.) beschriebenenVersuch. Die Oberfläche des Eisens überzieht sich hierbei mitunzähligen kleinen, sehr glänzenden Krystallen von Magneteisen,die man unter der Loupe als regelmässige Oetaeder erkennt.

Man kann auch dieses Oxyd in Verbindung mit Wasserdarstellen; man löst Magneteisen in Chlorwasserstoffsäure aal