Ultramarin. — Porcellan u.
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Das Festwerden des hydraulischen Kalks und Cäments be-ruht auf der Bildung wasserhaltiger Doppelsilicate (namentlichvon Thonerde und Kalk), welche beim Zusammenkommen vonKalkhydrat und leicht zersetzbaren Silicaten stattfindet.
Ultramarin.
473c. Der kostbare, aus Asien kommende, Lasurstein,welcher als Sehmuckstein, sowie leingepulvert, in der Malerei,als Ultramarin, seiner schönen blauen Farbe wegen ange-wendet wird, enthält wesentlich Kieselsäure, Thonerde, Natron,sowie Schwefel, letzteren zum Theil als Schwelelsäure, theilsaber auch als Schwefelmetall, da er bei Behandlung mit Säuren,unter. Entwickelung von Schwefelwasserstoff, entfärbt wird. Manstellt jetzt den Ultramarin künstlieh in Fabriken dar, indemman Thon mit kohlensaurem Natron und Schwefel oder schwe-felsauren Salzen in Flammöfen erhitzt.
Porcellan , Fayence , Töpferwaaren.
473 d. Diese so verschiedenen Thonwaaren bestehenwesentlich aus kieselsaurer Alaunerde, und unterscheiden sichhauptsächlich durch Beimengungen, sowie die Art der Behand-lung. Der mit Wasser angerührte und geformte Thon verliertin der Wärme, ohne seine Gestalt im Ganzen zu ändern, dasWasser, zieht ^ich zusammen und bleibt porös, so dass erWas-ser durchsickern lässt. Er wird daher zur Darstellung von Ge-fässen mit einem in der Hitze schmelzbaren Glas überzogen(Glasur genannt), wodurch er für Flüssigkeiten undurchdringlichwird. Er ist alsdann ganz undurchsichtig; vermengt man denThon mit einer in der Hitze des Ofens zu einer zu Glasschmelzbaren Masse (z. B. Feldspath), so wird er durchschei-nend (Porcellan).
Bei der Porcellanfabrikation wird der Poreellanthon (Kao-lin) durch Schlemmen fein zerthcilt erhalten, mit feingemahle-