Alaun.
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Krystalle gleichzeitig die verschiedenen Basen in wechselnderMenge. Die Zusammensetzung dieser Krystalle entspricht jedochstets der Formel RO . S0 3 + R, 0 3 . 3S0 3 + 24HO , wenn mandurch RO die Summe der Bruchtheile von Aequivalenten vonKali, Natron und Ammoniumoxyd, durch R 2 0 3 die Summe derAequivalente von Thonerde, Eisenoxyd, Chromoxyd und Mangan-oxyd bezeichnet, welche mit 4 Aeq. Schwefelsäure und 24 Aeq.Wasser vereinigt sind.
Am häufigsten wird der Kali-Alaun in den Gewerben ange-wendet, besonders viel in Färbereien; statt desselben kommt jetzthäufig Ammoniak-Alaun im Handel vor.
Der Kali-Alaun löst sich in 18,4 Thln. kaltem Wasser auf,braucht aber nur 0,75 Thle. kochendes Wasser zur Lösung; beimErkalten der Lösung scheidet sich der Alaun in schönen Octae-dern aus, deren Ecken zuweilen durch Würfelflächen abgestumpftsind. Man nennt denselben oetaedrischen Alaun. Man kannihn auch in Würfeln krystallisirt erhalten, und braucht hierzu nureine, bei 50 J mit gewöhnlichem Alaun gesättigte Lösung mitkohlensaurem Kali zu versetzen, wobei ein Niederschlag von ba-sisch schwefelsaurer Thonerde entsteht, der beim Umschüttelnwieder verschwindet. Lässt man die Lösung hierauf erkalten,so krystallisirt der Alaun unverändert in seiner Zusammensetzung,aber in der Gestalt von Würfeln. Dieser kubische Alaunwird im Handel mehr geschätzt als der oetaedrische, weil letzte-rer häufig etwas schwefelsaures Eisenoxyd beigemengt enthält,das beim Färben schädlich wirkt, indem es die Farben verändert.Der ip Würfeln krystallisirte Alaun kann aber kein Eisen ent-halten, weil er nur aus Flüssigkeiten krystallisirt, die überschüssigeThonerde enthalten; die Form des kubischen Alauns ist also einBeweis seiner Reinheit.
Der Alaun besitzt einen zu Anfang etwas süssen, bald aberzusammenziehenden Geschmack. Beim Erwärmen schmilzt er zu-erst in seinem Krystallwasser und erstarrt beim Erkalten wiederzu einer glasartigen Masse; bei stärkerem Erwärmen verliert erallmälig sein Krystallwasser und wird zuletzt wasserfrei. Erhitztman den Alaun in einem Tiegel, um ihn von Wasser zu befreien,so wird die zu Anfang flüssige Masse in dem Maasse, als sie da.s.Wasser verliert, immer dickflüssiger, später teigartig; sie blähtsich auf, steigt über den Rand des Tiegels in die Höhe und beifortgesetztem Erhitzen erhält man zuletzt den wasserfreien Alaunin Gestalt einer schwammartigen Masse. Dieser Körper hat inder Medicin Anwendung gefunden und führt den Namen g e -