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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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Aluminium.

womit man aber gewöhnlich das Doppelsalz von schwefelsaurerAlaunerde und schwefelsaurem Kali bezeichnet.

Diese Doppelsalze lassen sich leicht durch Vermischen derAuflösungen der beiden schwefelsauren Salze darstellen, indembeim Verdampfen der Flüssigkeit das Doppelsalz krystallisirt.Der Kali- und Ammoniak - Alaun sind in der Kälte wenig löslichund krystallisiren leicht, der Katron-Alaun ist im Gegentheil sehrleicht löslich.

Diese drei Alaune krystallisiren im regelmassigen System,und zwar gewöhnlich in Octaedern, AYürfeln, oder Combinationender beiden Formen, in welchen bald der Würfel, bald das Oc-taeder vorherrschend ist. Sie besitzen alle entsprechende Zusam-mensetzung:

Kali-Alaun .... KO . SO, + AL_ O,. 3S0 3 + 24HO;Natron-Alaun . . . NaO . SO, -j- A1 S 0 3 . 3S0 3 -f 24HO;Ammoniak-Alaun . . NIL, 0 . S 0 3 -f- A1,0 3 . 3S0 3 -f 24HO.

Die mit der Alaunerde isomorphen basischen Oxyde bildensämmtlieh mit schwefelsaurem Kali, Natron oder Ammoniak ganzähnliche Doppelsalze, auf welche man auch noch den NamenAlaun übertragen hat; auch diese Alaune krystallisiren in Wür-feln oder Octaedern und sie besitzen dieselben Formeln, wie diegewöhnlichen Alaune, wenn man in denselben Al 2 0 3 durch einanderes Sesquioxyd, z. B. Eisenoxyd, Fe,0 3 , ersetzt. Das schwe-felsaure Eisenoxyd, Fe 2 0 3 . 3 S O,, giebt z. B. folgende Doppel-salze :

Kali-Eis enalaun . . K O . S 0, + Fe 2 O, . 3 S 0 3 -f 24 II O;Natron-Eisenalaun . Na 0 . S O, -f Fe 2 0 3 . 3 S 0 3 -f 24 H O;Ammoniak-Eisenalaun N H 4 O . S 0 3 -f Fe, 0 3 . 3 S 0 3 -f 24 H O.

In ähnlicher Weise giebt das Mangansesquioxyd, Mn, 0 3 .3S0 3 , folgende Salze:

Kali-Manganalaun . KO . SO,+ Mn 2 O, . 3SO + 24HO;Natron-Manganalaun Na 0 . S 0 3 + Mn. 2 0 3 . 3 S 0 3 -f 24 H O ;Ammoniak-Mangan-alaun. . .... NII.O.SO, +Mn 2 0 3 .3SO,-]-24HO.

Endlich giebt das Chromoxyd folgende Alaune:Kali-Chromalaun . . K O . S O, -+- Cr, O, . 3 S 0, + 24 H O ;Natron-Chromalaun . Na 0 . S 0 3 -f Cr s O, . 3 S O, + 24 HO;Ammoniak-ChromalaunNH, O . S O, + Cr, 0 3 . 3 S O, -f- 24HO.

Auf die Existenz dieser isomorphen Alaune stützt man sichgewöhnlich zur Nachweisung des Isomorphismus der Sesquioxyde.

Kommen verschiedene dieser Alaune in derselben Flüssigkeitgelöst vor, so enthalten die aus der Lösung sich absetzenden