Lithium.
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auf blaues Lackmuspapier, so verschwindet die anfänglich rotheFärbung beim Trocknen leicht. Sobald aber ein Tropfen freierSchwefelsäure in der Flüssigkeit vorhanden ist, so verändertsich die weinrothe Färbung in die zwiebelrothe, und Lackmus-papier wird nun von der Flüssigkeit bleibend roth gefärbt.
Es versteht sich von selbst, dass man in gleicher Weisemittelst einer Katronlösung von bekanntem Gehalt die Quantitätfreier Säure in festen oder flüssigen Stoffen ermitteln kann. Zudiesen acidi metrischen Untersuchungen wendet man ambesten eine kohlensäurefreie Lösung von Natronhydrat an, dader Sättigungspunkt sich hierbei leichter durch den plötzlichenUebergang der blauen in die rothe Farbe finden lässt.
Lithium.
Aequivalent: Li = G.4.
408. Das Lithium *) ist ein seltenes Metall, welches in klei-ner Menge in einigen Mineralien, z. B. dem Petalit und demLepidolith (Lithionglimmer), dem Spodumen (sämmtlich Silicate),sowie im Triphyllin (welcher phosphorsaure Salze enthält) vor-kommt. Einige Mineralquellen enthalten geringe Mengen vonLithionsalzen gelöst. Es zeigt in seinen Verbindungen, hinsicht-lich der physikalischen und chemischen Eigenschaften, grosseAehnlichkeit mit dem Kalium und Natrium; das Metall zersetztdas Wasser bei gewöhnlicher Temperatur und löst sich auf un-ter Bildung von Lithiumoxydhydrat (HO.LiO) (Lithion-hydrat).
Das Lithium ist ein silberweisses Metall, das bei 180° schmilztund in der Rothglühhitze nicht flüchtig ist. Es ist das leichtestealler Metalle (speeif. Gewicht 0,59), so dass es auf Steinöl schwimmt.Es ist sehr zähe und lässt sich leicht zu Draht verarbeiten, derjedoch leichter als Bleidraht zerreisst. Es ist härter als Kalium,aber weicher als Blei. Es entzündet sich an der Lult erst weitüber seinem Schmelzpunkt und verbrennt mit intensivem weissem
*) Das Lithium wurde 1817 von Arfvedson entdeckt.