Unterschwefeligsaures Natron.
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dationsstufe eines Metalls zukommende Färbung hervorbringen,so muss man sie in der äusseren Flamme c erhitzen; die derniedrigeren Oxydationsstufe zukommende Färbung wird in derinneren Flamme bei b erhalten.
401. Der Borax wird in den Gewerben gewöhnlich bei demLöthen der Metalle angewendet. Will man zwei Metallstückevereinigen, so legt man zwischen sie entweder ein anderes Metalloder eine leichter als die zu löthenden Stücke schmelzbare Legi-rung, erhitzt hierauf die Löthstelle, so dass das dazwischen lie-gende Metall, Loth genannt, schmilzt, ohne jedoch so stark zuerhitzen, dass das zu löthende Metall selbst zum Schmelzenkommt. Diese Löthung kann nur in dem Falle geschehen, wenndie beiden zu vereinigenden Stücke ganz rein sind, so dass dasschmelzende Loth sich in unmittelbarer Berührung mit dem Me-tall befindet. Da dieses Metall bei dem Erhitzen sich häufigoxydirt, und das Oxyd die Löthung verhindern würde, so setztman etwas Borax zu, welcher beim Erhitzen schmilzt und dasMetall wie ein Firniss vor der Berührung mit der Luft beschützt,ausserdem aber auch das vorhandene Oxyd auflöst, und die me-tallische Oberfläche wiederherstellt. Presst man hierauf die zulöthenden Theile auf einander, so drückt man den Borax unddas überschüssige Loth heraus.
Der Borax wird besonders bei dem Löthen von Gold- undSilberwaaren angewendet; für kupferne und messingene Gegen-stände wendet man Harz oder Salmiak an; diese beiden letzterenStoffe wirken gleichzeitig reducirend auf die Metalloxyde, undstellen hierdurch die metallische Oberfläche her.
Der gewöhnliche Borax, Na O . 2 Bo0 3 -(- 10 HO, ist beimLöthen unbequem, weil er sich stark aufbiaht, so dass Theiledavon verloren gehen; man zieht daher den octaedrischen vor,der nur halb so viel Wasser als der gewöhnliche enthält. Denoctaedrischen Borax erhält man stets, wenn man borsaures Na-tron in Temperaturen zwischen 79 und 5G° krystallisirt.
Der Borax wird theils in Europa aus Borsäure und kohlen-saurem Natron dargestellt, theils aber auch durch Umkrystalli-siren des unreinen Boraxes gewonnen, welcher unter dem NamenTinkal im Handel vorkommt. Der Tinkal wird aus einigenSeen in China, Thibet und anderen Theilen Asiens durch Ver-dunsten des Wassers erhalten.
Unterschwefeligsaures Natron.402. Dieses Salz hat durch seine Anwendung in der Da-Regnault-Strecker's Chemie. 2-t