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Kill in m.
Wir haben schon (174.) die Darstellung und Eigenschaftendes Überchlorsauren Kalis, KO.C10 r , beschrieben.
Unterchlorigsaures Kali.
377. Leitet man Chlorgas durch eine verdünnte und kalteLosung von kohlensaurem Kali, so enthält die Flüssigkeit gleich-zeitig Chlorkalium und unterchlorigsaures Kali gelöst:2KO + 2Cl = KCl-t-KO.C10.. Diese Flüssigkeit zerstört rasch die Pflanzenfarben und kanndaher zum Bleichen angewendet werden. Im Grossen zieht manjedoch den unterchlorigsauren Kalk vor, welcher wohlfeiler dar-zustellen ist. Man nennt diese entfärbende Flüssigkeit im Han-del Bau de Javelle, weil sie zu Javelle in der Nähe von Pa-ris zuerst dargestellt wurde.
Oxalsaures Kali.
377. Die Oxalsäure bildet mit Kali drei Verbindungen: dasneutrale Oxalsäure Kali, KO • C 0 3 -)- H O, krystallisirt inFormen des monoklinomelrischen Krystallsystems; das zweifach-oxalsaure Kali, 2 (KO • 2C ä 0 3 ) + 3HO, krystallisirt rhombisch,das vierfach-oxalsaure Kali, KO .4C,, 0 3 -|~ 7 HO, triklino-metrisch.
Das zweifach-saure Salz kommt im Handel unter dem Na-men Kleesalz vor, und dient zum Ausmachen von Hinten- oderRostflecken auf Leinwand. Das Eisenoxyd verbindet Meli nämlichin diesem Falle mit einem Theil der Oxalsäure zu einem lös-lichen Doppelsalz.
In dem Safte vieler Pflanzen kommt zweiläch-oxalsaures Kalivor; der Sauerklee (Oxalis) z. B. verdankt ihm zum Theil seinensauren Geschmack.
Kieselsaures Kali.
377 b. Die amorphe Kieselsäure löst sich in wässeriger Kali-lauge in grosser Menge auf. Die krystallisirte Kieselsäure, z. B.Quarz, verbindet sich mit Kali erst beim Erhitzen. Schmilzt man1 Thl. kohlensaures Kali mit l'/ s Thle. Quarzpulver glühend ineinem Platintiegel bis die Masse ruhig fliesst und keine Kohlen-säure mehr entweicht, so erhält man beim Erkalten ein farblosesGlas, welches beim Kochen mit Wasser sich auflöst. Streicht mandie syrupdicke Lösung auf Holz oder Papier, so erhält dieseseinen glasigen Ueberzug und wird dadurch weniger leicht fetier-fangend (Wasserglas).