Druckschrift 
1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
Entstehung
Seite
351
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Chlorsaures Kali.

551

gewendet, welche lruher sehr verbreitet waren, in neuerer Zeitaber last vollständig durch die Phosphorfeuerzeuge, deren Fabri-kation wir (77.) erwähnt haben, verdrängt worden sind.

375. Man stellt das chlorsaure Kali durch Einleiten vonChlor in heisse concentrirte Kalilauge dar; es zersetzen sieh hier-bei C Aeq. Chlor mit G Aeq. Kali:

(!K() + GC1 — 5KCi +KO.CIO,.

Da das Chlorsäure Kali, in der Kälte viel weniger leicht lös-lich ist, als das Chlorkalium, so scheidet es sieh beim Erkaltender Flüssigkeit ab, während das Chlorkalium gelöst bleibt. Willman eine ziemlich ansehnliche Menge von chlorsaurem Kali dar-stellen, so muss man den Apparat auf eine besondere Weise con-struiren. Da da> Gasleitungsrohr, durch welches das Chlor indie Flüssigkeit eintritt, sich leicht durch abgeschiedene Rrystallevon chlorsaurein Kali verstopien kann, so wühlt man eines mitgrossem Durchmesser oder erweitert es am Ende. Besser nochist es, den Apparat in der Weise herzurichten, wie Fig. 120... , ,,, zeiirt Man ent-

wickelt dasChlor in dem

Kolben A,wäscht das Gasin der FlascheB mit Wasserund leitet esendlich in diemit concentrir-ter Kalilaugegelullte Fla-sche C. Dieseist mit einemKork ver-schlossen, durch welchen zwei Rohren gehen, eine engere cd,zur Ableitung des überschüssigen Gases bestimmt. und einefeite, gerade Röhre oft, welche an beiden Enden offen istund bis nahe an den Boden der Flasche reicht. Die Röhre ej derWaschflasche ist mittelst eines Korkes mit der Röhre ab in Ver-bindung gesetzt. Sollte sich die OefTnung b der weiten Röhredurch angesetztes chlorsaures Kali verstopfen, so braucht mannur den Kork bei n wegzunehmen und kann darauf die Krystalledurch Einführen eines Glasstabes leicht entfernen.