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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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Schwof elmd alle.

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Die ßroinmetalle und Jodmetalle.

2G6. Die Brom- und Jodmetallc werden in ähnlicher Weisewie die entsprechenden ( hlorinetalle dargestellt, und die Metalloidewirken auf diese Verbindungen in ähnlicher Weise ein, wie wirbei den Chlormetallen gesehen haben. Durch Behandlung mitChlor wird in der Warme aus ihnen Brom oder Jod ausgetrie-ben, dessen Stelle von Chlor eingenommen wird.

Die Schwefelmetalle.

2G7. Wir haben (244.) gesehen, dass last alle Metalle beimSchmelzen mit Schwefel oder besser noch beim Glühen in Schwe-ieldauipf sieh damit verbinden. Eine grosse Anzahl von Schwc-felmetallen l'ässt sieh auch durch Erhitzen der Oxyde mit Schwe-fel, oder durch Glühen eines Gemenges von Mctalloxyd. kohlen-saurem Kali und Schwefel in einem mit Kohle ausgefüttertenTiegel darstellen. Das kohlensaure Kali verwandelt sich hierbeiin Mehrfach - Schwefelkalium, welches das Metalloxyd in Schwe-felmetall überlührt, wobei der Sauerstoff in der Form von Koh-lenoxyd entweicht. Wenn das Metall, wie diejenigen der dritten('lasse, ein elektronegatives Schwefelmetall- bildet, so vereinigtsich dasselbe mit einem Theil des Schwefelkaliums, das hierbeiin ein Einfach-Schwefolmetall übergeht, zu einem Schwefelsalz,in welchem das Schwefelkalium die Rolle der Basis übernimmt.

Viele Schwefelmetalle lassen sich auch durch Einleiten einesStromes von Schwefelwasserstoffgas in eine Losung des Metall-salzes darstellen.

Auch die Schwefelmetalle, welche in Wasser unlöslich, aberin Säuren löslich sind, lassen sich auf nassem Weg darstellen,wenn man zu einer Lösung des Metalls die Lösung eines Schwc-felalkalimetalls setzt. Schwefelsaures Eisenoxydul und Schwefel-kalium zersetzen sich z. B. in folgender Weise: FeO . SO,-f KS = KO . SO, + FeS.