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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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153
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Stickstoffoxydul. 153

133. Die Analyse des Stickstoffoxydulgases lässt .-.ich leichtin folgender Weise ausführen:

Man missl eine gewisse Menge des Gases in der graduirtenGlocke ab. und bringt das Gas hierauf in eine gekrümmte Rührevon der (in Fig. 09) dargestellten Form. Mittelst eines Eisen-Fit;. 09. drahts führt man ein StuckKaliuni ein und erhitzt miteiner Spirituslampe. I >as Ka-lium zersetzt das Stickstoff-oxydulgas unter lebhaftemErglühen, und macht, indemes den Sauerstoff aufnimmt,den Stickstoff frei. In demMomente der Zersetzung muss man die Röhre fest in der Handhalten, weil sie sonst in Folge der Explosion aus der Wannegeschleudert werden könnte. Nachdem die Röhre erkaltet ist,bringt man das Gas in die frühere graduirte Glocke zurück undsieht leicht, dass das Volum desselben in Folge der Zersetzungnicht abgenommen hat. Es ergiebt sich hieraus, dass das Stick-stoffoxydulgas sein gleiches Volum Stickstoff enthalt.

Zieht man von dem Gewicht eines Volums Stickstoffoxydul-gas, oder von der Dichtigkeit dieses Gases..... 1,527

das Gewicht von 1 Vol. Stickstoff oder dessen Dichtigkeit 0,972

ab, so bleibt................. 0,555

welches sehr

1.1050

0,5528 oder der halben Dichtigkeit

des Sauerstoffgases i>t.

1 Volum Stickstoffoxydulgas enthalt also:

1 Volum Stickstoff..... 0,972

1 ., .. Sauerstoff..... 0,553

1,525

und wenn man die Proportion :

1,525 : 0,972 = 100 : xansetzt, worin x das Gewicht des in 100 Gewichtstheilen Stick-stoflbxydul enthaltenen Stickstoffs darstellt, so findet man. dassdas Stickstoffoxydul in 100 Gewichtstheilen enthält:

Stickstoff....... 03,77

Sauerstoff....... 36,23

100,00.Bei diesem Versuch kann man ^tatt des Kaliums auch Schwefel-