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W a s s e r s t o l'f
neue Verbindungen entstehen, im Falle diese neuenVe rbindungen zu einander grössere Verwandtschafthaben, oder unter den Umständen, in welchen sieentstehen, entweder im isolirten Zustande oder inForm von Verbindungen, grössere Beständigkeit be-sitzen. In der Folge haben wir Gelegenheit, zur Unterstützungdieses, Satzes eine grosse Anzahl von Beispielen anzuführen.Vorliegender Versuch gehört auch zu diesen Fällen; die ersteVerbindungsstufe des Eisens mit dem Sauerstoff, das Eisenoxy-dul, ist eine starke Basis, welche zur Schwefelsäure eine grosseVerwandtschaft besitzt. Eisen allein zersetzt das Wasser in derKälte nicht, aber bei Gegenwart von Schwefelsäure vergrössertsich, wegen der Verwandtschaft des Eisenoxyduls zur Schwefel-säure, seine Verwandtschaft zum Sauerstoff; das Wasser wirddaher zersetzt und das entstandene Eisenoxydul vereinigt sichmit der Schwefelsäure zu schwefelsaurem Eisenoxydul.
Die Schwefelsäure besitzt die Formel S 0 3 , die des Wassersist II O; die Zersetzung lässt sich daher durch die Gleichung
Fe -+- S 0 3 + H O = Fe O . S 0 3 + Hdarstellen.
Man bedient sich dieser Zersetzung gewöhnlich in den La-boratorien zur Darstellung des Wasserstoffgases, nur nimmt manin der Regel Zink statt Eisen. Das Zink wird entweder in demgewalzten Zustande, wie es sich im Handel findet, angewandt,und in diesem Fall in Stückchen zerschlagen, oder zweckmässigergekörnt, indem man es in einem thönernen Tiegel (oder einemeisernen Löffel) schmilzt, und das geschmolzene Metall in einmit Wasser gelüllte> Behälter ausgiesst; es zertheilt sich dabeizu einer Masse feiner Körnchen, welche sich leicht einfüllen las-sen und zugleich eine grosse Oberfläche darbieten. Man bringtdas Zink in eine zweihalsige Flasche, wie in Fig. 17; durchdie eine Oeffnung der Flasche geht eineGasleitungsröhre, welche das Gas in einepneumatische Wanne führt, die andereOeffnung ist durch ein Glasrohr verschlos-sen, welches oben sich trichterförmig er-weitert und bis fast auf den Boden derFlasche reicht. Durch den Trichter glesstman Wasser in die Flasche, bis diese zurö^~ Hälfte damit angefüllt ist, und bringthierauf durch dieselbe Röhre Schwefelsäure in kleiner Mengehinzu. Sobald die Säure mit dem Zink in Berührung kommt,